Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1495235
Studien an Rhein u. Mosel. 
Kirchl. Prachtgeräth. 
3. Epoche d. spät. Mittelalters, 
335 
eine vergoldete Madonna mit dem Kinde von getriebener Arbeit. Steif 
und ungeschickt im noch germanisirenden Style des löten Jahrhunderts; 
tlau, möglicher Weise auch nur die Copie (oder Aufarbeitung?) eines ä1_ 
teren Werkes. 
Tri e r. Liebfrauenkirch e.  Silberne und vergoldete Mon- 
stranz, 2 Fuss 10 Zoll hoch. Bezeichnet: 1593 (urkundlich von Maximin 
Pollein.) Sehr reich gothisch und in glücklicher Entwickelung der Com- 
position; späterer Styl, aber sehr gutes Verständniss für das Gesammt- 
verhältniss. Darin mancherlei ziemlich schwere Figürlein, ohne sonder- 
lichen Kunstwerth. Die Ausführung überhaupt nicht gar fein. Im Fuss 
moderne Gravirungen; diese im Styl der angegebenen Zeit gut renovirt. 
Mayen. Kirche.  Aelterc Monstränz aus vergoldetem Kupfer. 
Nicht gar gross, aber in trefflich architektonisch gothischem Styl des löten 
Jahrhunderts. Figürchen; namentlich im oberen Theil eine germanische 
Madonna. Auf dem Fuss Darstellungen, gravirt und zugleich ein wenig 
getrieben: Madonna und Symbole der Evangelisten. 1) 
Linz. Kirche.  Einfach gothischer Altarkelch von vergoldetem 
Silber mit der Namens-Inschrift des "Teilmannus Joill", Canonicus, Stif- 
ters des Altares des sogenannten Israel von Meckenen vom J. 1463, 
Epoche 
der 
modernen 
Zeit. 
K öln. Schatzkammer des Dorns.  Eine sehr zierliche Pax 
von Gold, in der Form einer Renaissance-Architektur, mit Steinen, Perlen 
und Emaille-Darstellungen. mit dem Wappen des Kardinals Albrecht von 
Brandenburg. Auf der Rückseite sehr anmuthig gravirte Arabesken. 
Der Reliquienkasten des h. Erzbischofes Engelbertus, 1633  35 von 
Conrad Duisbergh in Köln gefertigt. Von ansehnlicher Dimension, in 
getriebenem, zum grössten Theil vergoldetem Silber, mit zahlreichen 
Heiligenfiguren, historischen Scenen und ornamentistischen Darstellungen; 
auf dein Deckel die ruhende Gestalt des h. Engelbertus. In dem ganz an- 
sprechenden Barockstyle jener Zeit, ornamentistisch wohl beachtenswerth. 
Das Figürliche. Reliefs und Statuen, freilich ohne höhere Bedeutung. 
Ein Paar Evangellarien mit getriebenen Silberdeckeln. Zeit um 1650. 
Prächtige Gold-Monstranz mit Edelsteinen und vielen Emaillen. Etwa 
der Mitte oder der Zeit gegen die Mitte des 17ten Jahrhunderts angehörig. 
Hauptbeispiel der damaligen Goldschmiedekunst. 
Grosse prächtige Monstranz von vergoldetern Silber; Rococo.  An 
ihr ein prächtiger Halsschrnuck von Amethysten und Türkisen befestigt, 
der einst das silberne Marienbild vom Erzbischof Gero zierte; mit Namen 
und Wappen des Gebers, Erzb. Max Heinrich (1650-80), bezeichnet.  
Ein goldner Zweig, Blumen und Blätter von Email und mit Steinen be- 
setzt, von demselben Marienbilde und mit derselben Bezeichnung. 
1] Ausgezeichnete Monstranzen ähnlicher Art sollen u. A. befindlich Sam in 
den Kirchen von Saarburg, Morbach (unterhalb Trier), Muselkern, 
Ediger, Altenahr.
        

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