Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1495155
Studien an Rhein und Mosel. 
mit 
Grabplatten 
zeichn. 
Darstellung. 
327 
GRABPLATTEN 
MIT 
ZEICHNENDER 
DARSTELLUNG. 
Coblenz. St. Castor.  Grabstein im nördlichen Flügel des Quer- 
schiifes mit der Inschrift nScolasticus." Merkwürdige Technik. Wachs- 
artige Farben, die enkaustisch, nach dem Princip der alten Glasmalerei, 
aufgelegt zu sein scheinen. Freilich nur noch Reste davon. Die Zeich- 
nung ist byzautinisch, die architektonische Umgebung früh germanisch. 
Köln. Maria auf dem Kapitol.  An der Wand unter der  
gelbühne zwei Grabsteine: schwarzer Stein, mit farbig incrustirten Linien 
(die in neuerer Zeit mit Farbe nachgezogen). 
Der ältere und reichere ist der einer Aebtissin Shadewig(?). gest- 
1304; ihre Gestalt unter gothiseher Tabernakelzeichnung; Gesicht, Schleier 
und Hände von weissem Marmor, mit schwarzer Linearzeichnung. 
Der jüngere und einfachere ist der der Aebtissin "Margaretha de Me- 
royde condicta de frankenbergh", gest. 1504.  
Brauweiler.  In der Kirche u. a. ein Grab mit nicht grosser Me- 
tallplatte, mit einfach gäavirär Darstelllung eines Abtes; 15tes Jahrhundert. 
Cues. Kapelle es ospita s.  Im Chor die messingene Grab- 
platte des Kardinals Cusanus mit gravirter Darstellung. In der Mitte die 
ganze Figur des Kardinals, vor sich_ eine Inschrifttafel haltend (mit der 
Angabe, dass das Denkmal 1488 gewidmet). Unter dem Kopf ein _Kissen 
mit Wappen. Im Style der Zeit, das_Gesicht sehr lebenswahr. Einfache 
Umrisszeichnung und kein architektonischer Grund. In der um den Itand 
der Platte laufenden Inschrifnheisst es  "Nicolao. de Cusa, sancti petri ad 
vineula pb'r0 cardinali et epo Brixwen qui obiit Tuderti fundator hujus 
hospitalis 1464"; auch, dass er in Rom begraben und hier sein Herz be- 
stattet Sei. 
Kirche zu Altenberg bei Köln.  Messingene Grabplatte des 
Herzogs Gerhard von Jülich und Berg, gest. 1475. Sehr gross, aus zwölf 
Stückän zusammengenietet. Die gravirte Darstellung künstlerisch nicht sehr 
bedeutend: der Herzog ganz geharnischt, wie ähnliche sculptirtc Gestalten 
auf Grabsteinen; einfache Tabernakcl-Architektur 1). 
VII. 
KIRCHLICHES 
PRACHTGERAETH. 
Altchristlich. 
Coblenz. Bsi Hrn. Assessor Burchard.  
beingefäss von 5 bls 5414 Zoll Durchmesser. Umher 
Cylinderartiges Elfen- 
in Relief dargestellt: 
1) Die ungleich sohonere und reicher durchgeführte, noch im germanischen 
Styl des 14ten Jahrhunderts gßhaltene Grabplatte des Bischofes Wigbold von 
Gulm, gest. 1398, ist 11101115 znehr verbunden. Ihre Abbildung, wie die der obi- 
gen, in dem Werke von Schlmmel: dxe Cistercierlser-Abtei Altenbergbßi Köln 
(Einen Abdruck derselben auf Papler sah ich bei Hrn. de Noäl in Köln.)
        

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