Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1492092
vom J. 
Reisen utizen 
1840. 
Erfurt. 
Kreuzganges an, nemlich die drei Arkaden auf der Ostseite desselben. Die 
beiden ersten, nach der Kirche zu belegenen Arkaden sind in sehr zierli- 
cher spätromanischer Weise, mit leichten Germanismen, gebildet. Die dritte 
Arkade aber, obgleich mit den vorigen ganz zu einem Bau gehörig, zeigt 
bereits mit Entschiedenheit primitiv germanische Formen. 
Die zweite Periode ist die des stattlichen Chorcs, dessen Gründungs- 
zeit die am Aeusseren befindliche Inschrift angiebt: „Incepta est hec 
structura htujus) ehori arTo dxii m" ccc" xlix" ahnciaciois M? " Im Inneren 
des Chores vornehmlich erscheint eine sehr edle Entwickelung des gothi- 
scheu Baustyles. Zwischen den Fenstern steigen Gurtträgerbündel mit 
Bliitterkapitälexi empor. Das Einzelne hat noch strenge Formation. Das 
Stabwerk der Fenster ist von reicher, doch nicht mehr recht elastischer 
Composition. 
Die dritte Periode ist die des Schiffes, aus dem funfzehnten Jahrhun- 
dert. Es ist, bei ungewöhnlicher und nicht regelmässiger Anlage, doch 
durch sehr schöne Verhältnisse ausgezeichnet. Mittcl- und Scitenschitfe 
sind gleich hoch. Die Pfeiler, welche die Schiffe trennen, (zweimal vier) 
sind in der Grundform aehteckig, mit starken Halbsäulen auf den Ecken; 
auch hat die Mehrzahl der Pfeiler zwischen diesen Ecltsäulchen nicht ge- 
 
Fade Flächen, sondern starke Einkehlungen. Die Erscheinung der Pfeiler 
Wilü dadurch eigcnthürnlich reich und kräftig. Zugleich sind jene Eck- 
säulchen mit einfachen Kelchkapitälerl versehen, was für den kräftigen Ge- 
Sülnmteirldruck ebenfalls mitwirkt. Das Stabwerk der Fenster ist in diesem 
Theil des Dömes buntgeschureift. 
Notizen 
über 
Bildwcrke 
einige 
und 
Schnitzaltäre 
zu Erfurt. 
ln der Predigerkirche: 
Innerhalb des Lettners die 
Statue 
einer 
Madonna, 
E1115 
Sandstein
        

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