Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1494692
3D 
Studien 
Rhein 
und 
Nlosel, 
Sculpturerl 
nach 
der Mitte 
J ahrh, 
281 
Knieenden (Mann und (liraujydsowieddie Heiligen und Engel in der Archi_ 
tektur des Altares min er e euten_. 
Kirche zu Enskirchen.  Im Chor das Epitaphium des Heinrich 
von Binsfeld und seiner Gemahlin, im guten Barockstyäe der Zeit um 
1600. Die Knieenden. mit Söhnen und Töchtern, ganz tüc tig und lebens- 
wahr. In der Mitte ein Alabasterrelief der Auferstehung, sehr sauber und 
leidlich manieristisch. 
Köln. Jesuiter-Colleginm.  In der Vorhalle das Marmor- 
Epitaphium des „Heinrich von Reuschenberg teutschs ordens Landtcomp- 
thur der Balley Biessen." Der Ritter auf dem Sarkophag liegend, im Kopf 
ganz tüchtige Naturwahrheit. Darüber in einem grossen Medaillon die 
Auferstehung der Todten, noch manieristiseh in der Composition, doch im 
Nackten tüchtig und sauber durchgebildet. 
Köln. St. Johann Baptist.  Der Altar des ersten Seitenschiffes 
der Südseite, vom J. 1605, mit feiner Marmorsculptur: Erweckung des 
Jünglings von Nain, im Style der Manieristenzeit, aber tüchtig, und ein- 
zelne Köpfe sehr anziehend. Darüber eine Gruppe der Anna und Maria 
mit dem Christkinde, eine Nachbildung der schönen Gruppe von A. Con- 
tucci da Sansoviuo, die sich in S. Agostino zu Rom befindet. 
Oberwese]. Stiftskirche.  Zwei massig bedeutende Epitaphien 
der Familie von Schönburg im Chor des nördlichen Seitenschiffes, vom 
J. 1605 und 1606. 
Ebendaselbst das Epitaphium des Simon Rndolph von Schönburg, 
1608. Der Ritter in einer Barocknische stehend, Hautrelief in Lebens- 
grösse. Ungemein glücklbichelLeäientäglgeit, sähr läreglicher Porträtstyl. 
Das Gesicht natur emäss emat, as e nge o ne är ung. 
Mehrere Grabgteine, die wenigstens in der Anlage beachtenswerth, auf 
dem Fusshoden, aus dieser und früherer Zeit. 
Coblenz. St. Castor.  Höchst brillantes Epitaphium vom J. 1607 
im nördlichen Flügel des Querschides, mit der buntesten und launigsten 
Barock-Dekoration und mehreren Hautreliefs, deren bedeutendstes Christus 
als guter Hirt (Gärtner?) und die kniccntlc Magdalena darstellt. 
Trier. Liebfrauenkirch e.  Epitaphium des Propstes Hugo Cratz 
aus der Familie v. Schartfenstein, mit der Inschrift: „J0es Rupert, 
Hoffmann fecit 1610." Ungemein reich an Iigurenreichen Sculpturen; 
als Hauptdarstellung die Auferweckung des Lazarus. Die Arbeit sauber; 
der Styl der tlau manieristische und affcktirte zur Zeit der Zuccari und in 
ihrer Weise. 
l Ausserdem noch einige Denkmäler des 16ten und 17ten Jahrhunderts; 
tarunter indess nichts von besonderem Belang. 
Boppard. Karmeliterkirche.  Im Schiff der Kirche, an der 
Südseite, ein zierlich sauberes Marmor-Epitaphium des Arnold v. Scharllen- 
Stein, gest. 1613. Die Sculpturen von Alabaster. Hauptdarstellung: Krö- 
nung der Maria mit vielem Volk, unten knieend der Verstorbene. Frei, 
aber weder rechtes Lebensgefühl, noch Styl. 
Coblenz. Jesuitenkirehe.  An dem barocken Portale vom Jahr 
1617 einige ziemlich gute Statuen im Style der Zeit zur Seite ein be- 
merkenswerihes Crucitix aus derselben Periode, 
Bonn. Münster.  Mehrere, sauber barocke Altäre, zum Theil mit 
Sculpturen, So, in sehr sauberer manierirtcr Weise, eine Taufe Christi in 
Alabaster, auf dem Altar des südlichen Scitentlügels.  Daneben ein bulllßß
        

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