Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1494438
Studien 
an Rhein 
und Mosel. 
Archit. 
dekorative Kunst. 
255 
hübschen, zierlichen und launigen Schnitzwerken. Auch in den Kapenen 
Üervo und Hardenrath zierlich gothische Gestühle. 
B0 ppard. Karmeliterkirch e.  Chorstühle, vortrefflich ge- 
schnitzt; sowohl das Ornament ungemein schön und rein, als auch die 
mehrfach vorhandenen figürlichen Darstellungen sehr trefflich (Heilige, die 
Evangelisten etc.). Einzelnes, wie die ganze Seitenwand, an welcher ober- 
wärts Johannes unter zierlichem Baldachin. unterwärts Antonius der Ere- 
mit, ist abgusswürdig. An den Lehnen manche Schnurren, z. B. ein Mönch, 
der aus einer grossen runden Flasche säuft.  Höchst zierlich und eine 
besondere Aufnahme verdicnend, der Dreisitz zunächst dem Hochaltar. 
Blüthezeit der Chorstuhl-Arbeiten. 
Oberwesel. Stiftskirche.  Von den Chorstühlcn ist einiges gute 
Schnitzwcrl; erhalten. 
Clemenskirche am Rhein (unfern Trechtinghausen).  In den 
Flügeln des Querschiffes alte Chorstühle mit mancherlei Schnurren. 
Bingen.  Ein Paar Schlagleisten von den Thüren der Pfa rrkirch e, 
jetzt im Besitz des Architekten Eb. Soherr, chorstnhlartig, mit figürlichen 
Darstellungen, tüchtig handwerklich aus der Zeit gegen 1500. 
Andernach. Pfarrkirche.  In der Absis, zur linken Seite, ein 
Tabernakel als Wandschrank, der Thürbeschlag von zierlicher Schlosser- 
Arbeit. 
Rnxrengiershurg. Pfarrwohnu ng.  Ueber dem Heerd der Küche 
eine eiserne gegossene Platte, an der W'and stehend, ursprünglich zugleich 
den Kamin des anstossenden Zimmers wärmend; aufschöne Weise mit go- 
thisch architektonischem Ornament verziert, mit den Zweihrilckewschen 
Löwen und der Jahrzahl 14-88. 
L 
Moderne 
Epoche. 
Köln. Dom.  Vorhalle der grossen Sakristei. Fünf Schränke 
(darin die Kirchengewänder), mit etwas handwerklichem rohem Schnitz- 
Werk im Stylc der Barock-Renaissance; nicht ohne guten Humor. 
Namerly. Kirche.  Kanzel, geschnitzt, mit Hermen, Heiligen- 
reliefs u. dergl, in dem guten Barockstyl der Zeit um 1600. 
Köln. Jesuitenkirehe (1621-29).  Sehr kunstreich gearbeitetes 
{lrachtvolles Marmorgitter vor dem Altarraume; sogenannte Cornmunion- 
iank.   
'l'üehtige Schreinerkunst an Beichtstühlen, u. dergl. m. 
Trier. Dom.  Vor dem westlichen Chore eine grosse tiefe Schale 
aus weissem Marmor, wie eine längliche Muschel, mit schön gearbeiteten 
Akilrlthusranken geschmückt. Angeblich antik; möchte eher als eine Ar- 
beit des siebzehnten Jahrhunderts zu bezeichnen sein.
        

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