Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1494378
Studien 
an Rhein 
und 
Mosel. 
Muderne Bauweisen. 
249 
Andern ach. Der ehemalige grätlich Leyen'sche Hof.  Bl-jllan- 
tcr Portalbau im Styl der barocken Renaissance um 1600; lustiges Säu- 
lenwerk und seltsam phantastische, zum Theil fratzenhafte Karyatidentlgu- 
ren. Ein breites Rundbogenportal; auf jeder Seite, vortretend, zwei Säu- 
 die einen Erker, ebenfalls mit Wandsäulen. tragen' darüber ein ge- 
brochener Giebel. Die Behandlung des Ornaments scliori in der grösseren 
Schwere des Barockstyles, doch immer noch mit Geschmack.  
Coblenz. Jesuitenkirche.  Gebaut von 1609-1617 (die letz- 
tere Jahrzahl am Portal). Erstes bezeichnendes Beispiel der nordischen, 
auf mittelalterliche Disposition zurückgehenden Jesuiterbauten. Sehr brei- 
tes Mittelschiff; der Chor in dessen Breite fortgeführt, fünfseitig geschlos- 
sen und mit Strebepfeilern versehen, während. die Kirche selbst ohne 
5010116. Emporen über den Seitenschiffen, von balbrunden Bögen getra- 
gen, die aus kurzen Rundpfeilern, über Gesims undConsolen herauswach- 
Sen. Die Rundpfeiler säulenartig emporgeführt, mit viereckigem antikisi- 
rendem Deckgeslms, das unter den Ecken von antikisirenden Consolen 
 7 M! ff _I  W uuteräützt wirdn Dlie liögiän 
' .9.   von eier zu eier a  
4x  flgljrä rund, wie die unteren Bögen, 
 ff,  [ß an den Ecken mit Rundstab 
ff-  lfüjj ß  und Kehlen pr0filirt(Rh.63.). 
f [M11  ; f  336115116 {heilig Qydbogig- 
  l n wo lSG er eise ge- 
ordnetem Stabwerk. Das Gewölbe (Tonnengewölbe mhit Lünetten, statt des 
mittelalterlichen Kreuzgewölbes) vom Mittelschiff mit spitzem, an den Sei- 
MM tenschitfen mit halbrundem Anschluss; mit einem Gurten- 
 äetzä das Profiiä der lGprte mit Rundstab und  
1  1  
    
korinthischer Säulen (auch einigen ziemlich guten Statuen im Style der 
Zeit). Darüber ein grosses gothisches Rosenfenster, mit Eier- und Perlen- 
stab in der Umfassung. 
An (Das instofstepdf Jesutiter- Collegiäm (jitzt Gympasiallr- Gelliqäude) im 
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barbcken Architekturstyles. Der älteste Flügel ist dclßr südllliche, lvdlm  
1588. Dann folgt der westliche, vom J. 1592, mit einem interessanten 
Portal nach der Strasse. Später der an die Kirche anstossende nördliche, 
vom J. 1695, mit schoner Durehgangshalle.  
Coblenz. St. Georg.  Kleine Kirche vom Jahr 1618, einschiflig 
mit. viereckig geschlossenem Chor, noch in gothischer Anlage. Strebe- 
pfeiler nach aussen. Flache Fensterselten; einfaches, aber noch förmlich 
durchgebildetes Stabwerk. Zierliches Netzgewölbe, des- 
_ ärälbgairuigleärlfägerlntt Kehilen (und läundstäben (Rhäßä). 
ß 3,137 , an en -0ns0 en u. s. w. mo erne 
 Elemente. 
 N KölnibSt. Pantalcon.  Das ziemlich flache 
f! etzgewö e des breiten Mittelschiffes, auf Consolen, 
vom Jahr 1620.  
Köln. Jesuitenkireh e.  Gebaut von 1621-29: eines der bril- 
lflntesten Exemplare des sogenannten Jesuiterstyles, die Architektur in 
Ihrer Gesammtwirkung von sehr glänzendem, festlich heiterem Ernste.
        

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