Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1494336
Studien 
an Rhein 
Mosel. 
Germanischer Baustyl. 
Coblenz 
GIC. 
245 
reich gebildet, doch ohne Giebel-Architektur.  Für das Aeussere ist von 
vorzüglicher Bedeutung der vor der Westscite stehende Thurm. Er steigt 
in viereckiger Masse empor und hat dann einen achteckigen Aufsatz mit 
acht Giebeln und achtseitiger Spitze. Vor den vier Seitentlächeu des Acht- 
ecks treten achteckige Eckthürmchen zu Dreiviertheilen vor. 
Oberwesel. Ruine der Franciskanerkirche.  Nur ein Sei- 
tenschiili, auf der Südseite. Merkwürdig die Stellung und Anordnung der 
Pfeiler: viereckig, über Eck stehend, so dass die Schwibbögen (minder 
breit, als die Diagonale 
j des Pfeilers) die zwei- 
nggizk    f fliiclrige Wiräkälform 
 ß; ä-  4., or se zen un ie vor- 
 deren Ecken der Pfeiler 
"(aß 41.2321 Max den Gurten zum Auf- 
lager dienen (Rh.  
Oberwesel. St. Martin.  Roh gothiseh aus später Zeit; nur ein 
Seitenschiil, auf der Dordseite. Merkwürdig der grosse und starke vier- 
eckige Thurm auf der Westseite, der, nach Art der Mauerthürme, mit 
Zinnen und zinnenbekrönten Erketthürmchen über den Eckstrebensver- 
sehen ist.  
 Bingen. Pfarrkirche.  Spätgothisch, geräumig. Die Pfeiler des 
Hauptschiiies mit Streben an ihren Rückseiten.  Die beiden Seitenschifft: 
auf der Nordseite in spätest gothischer Hallen-Architektur (der Zeit 
um 1500).  
Boppard. Karmeliterkirche.  Unbedeutend gothisch. Auf der 
Nordseite ein, mit dem Hauptschiil gleich hohes Seitenschiif; Streben au 
den Rückseiten der Schiffpfeiler. (Das Seitenschiff vielleicht später.) Die 
Fenstereinfassungen unbedeutend, das Stabwerk noch ganz leidlich. 
C-oblen z. Hospitalkirche.  Chor der ehemaligen Franciskaner- 
kirche, wahrscheinlich vom Jahr 1450, wo die Franciskaner das Kloster 
bezogen. Höchst einfach spätgothisch. 
Kirche zu Münster (Dorf an der Nahe, unweit Bingen).  Spät- 
gothisch, einfach einschiffig, doch mit ganz zierlichem Netzgewölbe. Vor 
der Westseite ein einfach romanischer 'l'hurm, dessen Oberbau spätgothisch 
mit vierseitig pyramidaler Steinspitze; die letztere mit einem zierlich durch-_ 
brochenen Tabernakelthürmchen gekrönt.  
Kirche zu Namedy.  Der kleine Chor frühgothisch (vergl. oben, 
S- 241). Das Schilf spätgothisch, von einfacher Anlage, mit drei, die Mittel- 
linie der Kirche entlang stehenden achteckigen Pfeilern, aus denen sich 
die Kehlengurte des Kreuzgewölbes frei lösen. In den Verhältnissen sehr 
leicht und zierlich  
 Notizen über andre spätgothische, zumeist kleinere Kirchen der Gegend 
von Coblenz, nach v. Lassauhis Zeichnungen:  
Niederlützi ngen. Einschiifig, scheinbar noch aus besserer Zeit. lm 
Schiff je drei Halbsäuleu als Gurtträger. Die Proülirungen noch in einer gewis- 
Sen Fülle, in den Gurten noch birnenartig. 
Beilstein. Breite Seitellsßhiife. Rnndpfeiler. Stark vorspringende Stre- 
ben. Der Chor geradlinig geschlossen,  
Sch wanenkirche. Ansprechend spätgothisch. Breite, gleich hohe Schiifm 
Zweimal drei Rundpfeiler. Zierliches Netzgewölbe, flache Kehlenproflle,  
Obermendig. Beinahe gleich hohe Schiffe. Die Seitenschilfe weit. Zwei-
        

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