Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1494185
230 
Rheinreise, 
1841. 
Zweiter 
Abschnitt. 
auf. 
sie consolexlartig über den Gurtträgern 
tem Stabwerk. Das Aeussere einfach. 
Hohe Fenster 
xrxit 
buntem 
spä- 
des St. Nikolasaltars und eines Kapellans zu diesem Altar in der Kirche des h. 
Wandelin ihre Brühlwiese, im Dorfe Heriswiler gelegen, den Brudermeistern um 
200 fl. rheinisch. 
„Aus diesen Urkunden, welche noch im Original vorhanden sind, geht her- 
vor, dass i. J. 1379 ausser dem hohen Altar noch zwei andere Altäre, ferner 
unser lieben Frau und der des h. Nikolas g) in der neuen Kirche waren, und 
auch schon Altaristen, Kapelläne genannt, zu diesen Altären angestellt wareiuh) 
dass auch die alte Magdalenenkirrhe schon i. J. 1360 nicht mehr den Namen 
einer Kirche, sondern nur den einer Kapelle geführt hat. 
"Die folgende Urkunde wird aber noch überzeugender den Beweis liefern, 
dass die St. Wendeler Pfarrkirche vor dem Anfang des 15. Jahrhunderts ge- 
baut war. 
„Der Weihbischof Oonrad von Trier bescheinigt nämlich i. J. 1405 auf Licht- 
messtag (Frater Conradns misericordia divina episcopus Azotensis reverendorum 
Dominorum in Ohristo patrum et dominorum Domini Wernheri Trevirensis Ec- 
clesiae archiepiserlpi, et Domini Tylmanni Eplscopi Metensis, in pontinealibus 
vicarius generalis,  fängt die Urkunde an), dass er auf die Bitte des ehrwürdigen 
Herrn Otto, des edeln Sohnes des Grafen von Ziegenhein. Probsten der St. Mar- 
tinskirche zu Worms, Archidiaeon der Trierischen Domkirrrhe und Pastor der 
Kirche zum h. Wendelin, Metzer Dioces zwei Altäre in der Mitte der Kirche vor 
dem Eingang in den Chor des h.- Waudalin (duo altaria in medio Ecclesiae ante 
introitum Chori St. Wandalinil geweiht habe, und zwar jenen auf der linken Seite 
zur Ehre des h. Kreuzes, des h. Abten Anton und der h. Jungfrau Barbara, den 
Altar auf der rechten Seite zur Ehre des h. Stephan, der Apostel Peter und 
Paul, und der h. Elisabeth, dass er, der Weihbischof, an demselben Tage auch 
einen Altar in der Gruft unter der Kapelle der h. Maria Magdalena zur Ehre des 
h. Michel und aller Engeln, des h. Matheus Apostel und der Matroue St. Anna 
mit allen vorgeschriebenen und" üblichen Oeremonien und Solcmilitäten einge- 
weihet habe etc. 
„ln dieser Urkunde wird aufs Bestimmteste die Kirche des h. Wendelin von 
jener der h. Maria Magdalena unterschieden, indem gesagt wird, dass 2 neue 
Altäre in der Kirche des h. Wendelin, und zwar vor dem Chor des h. Wendelin, 
und ein anderer Altar in der Gruft der Magdalenenkapelle eingeweiht worden 
seien. Da nun nach den angeführten Urkunden in der St. Wendelinskirche die 
Altäre unserer lieben Frau und des h. Nikolas schon früher, und sogar besondere 
Kapelläne zu diesen beiden Altären angestellt und besoldet waren, zudem das 
Chor dieser Kirche blos zur Aufnahme der Reliquien des h, Wendeliils bestimmt 
war, so fanden sich durch die Weihung der zwei neuen Altäre des h. Kreuzes 
und des h. Stephan, mit dem hohen Altar i. J. 1405 in der St. Wendelinskirche 
fünf Altäre. wozu nur die im 14. Jahrh. erbaute und noch bestehende Kirche 
dienen konnte. 
"Endlich sagt noch die schon angeführte Urkunde v. J. 1440 auf St. Lucas 
Tßg- (1858 der Kurfürst Jakob der Kirche den freien Platz, vor der Kirche ge- 
legen, schenke, um auf demselben eine Halle und Kaufhaus durch die Bruder- 
meister der Kirche aufbauen zu lassen. 
E) NOCÜ im JA 1799 Waren in der Pfarrkirche St. Wenclel unter den sieben 
Altären ein besondrer St. Niklas-Altar und einer Unserer lieben Frau.  h) Dass 
lll der altöfl Magdalenenkirche, die 5311011 sgit 1360 nicht mehr dlß KlPClIB, S011- 
durn m11" die KHPPUQ Benannt wurde, ihrer Kleinheit halber keine drei Altäre 
hätten aufgestellt werden könnenferhellet daraus, dass diese Kirvhe keinen grös- 
sern Umfang i" der Länge und Breite hatte, als das heutige Stadtschnlhans. 
welches auf dessen Mauern im J. 1816 erbanet; worden, und unter welrliem die 
ehemalige (iruft. durch einen Pilar gestüzt, heute zum Keller dient.
        

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