Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1493937
Studien 
und 
Rhein 
Mosel. 
Roman. 
Baustyl. 
etc. 
205 
den eigenthümliche Stichkappen in die polygone I-lalbkuppel ein, was ur- 
sprünglich ist und wesentlich zu dem reichen Eindruck des Ganzen bei- 
trägt. Das Aeussere ist einfach. Rundbogige, auch schon spitzbogige 
Friese u. dergl. an Chor. Querschiff und Facade. 
Kirche zu Linz.  Im Schilf kurze Pfeiler mit einfachen Deckge- 
simsen und ganz einfachen Halbkreisbögcn. Ueher den Seitenschitfen un- 
gewölbte Emporen, deren Arkaden im romanischen Spitzbogcn mit Säulen- 
glictlerung. Ein Pfeiler um den andern mit starken Gurtträgern, Bündeln 
,   v    l n mit Einkehlun en dazwi- 
  sähneriä dggitzseaäiirerbögen  äon reicher 
  Gliederung (mit mehrfachem Wulste); dazwi- 
 f f (l sehen spätgothischc Stcrngeivölbe. Kein Quer- 
f f schiff. Der cm fünfseitig. mit je am Säülell 
in den Ecken, die durch mehrfache Ringe ver- 
bunden, und schmal spitzbogigen Fenstern ohne Stabwerk. Das Aeussere 
des Chors einfach zierlich, mit Rundbögcn und Tabletten. Thurm über 
der Wcstseite mit rundhogigen Arkadenfenstern. Sonst das Aeussere, wie 
auch die Fenster der Seitenschiife und Emporen. spätgothisch erneut. 
Kirche zu Erpel.  Einfach romanischer Pfcilerbau, ursprünglich 
mit Emporen, doch im Innern eine bedeutende Bauveränderung. Der Chor 
ganz artig im romanischen Spitzbogen, etwa wie der der Kirche von Hei- 
mersheim, mit Säulchen, auch im Aeusseren einfach sauber. Geschmack- 
voll romanischer Thuim über der KVestseite.  
Remagen. Katholische Kirche.  Im Schiff rohe Pfeiler und 
Rundbögen. Der kleine Chor, fünfseitig, einfach im Aeusseren, ebenfalls 
ein ansprechendes Beispiel des romanischen Uebergangsstyles mit vorherr- 
schendem Spitzbogen. Zierliche Säulchen zwischen den sehr schmalen 
Fenstern. Der Chor spätgothisch übcrvrölbt, das Schiff ohne Gewölbe. 
Nach einer Inschrift am Chor 1246 geweiht. 
Kirche zu Züipich.  Das Schiff in interessanter Durchführung 
des romanischen Spitzbogens, consequent in der Weise des Domes voh 
Limburg an der Lahn (zwischen 1213-42), doch ohne die dort ange- 
wandten Gallerieen. Vicreckige Pfeiler mit Spitzbögen, Pilaster und Säulen 
mit schönen leichten Kapitälen als Gurtträgern. Gegliedertc Bogenlaibungcn. 
Die Kreuzgurte schon mit ganz bestimmt gothischem Profil. Die zweimal 
Zwei Fenster dem Chore zunächst rornanisch spitzbogig, die folgenden als 
funfblättrige Rosetten. Die letztere Form auch an den Fenstern der 
Seitenschiffe  
1) Als wesentlich bezeichnendes Beispiel der rheinischen Weise des Ueber- 
gangsstyles gehört hieher auch die, weiter gen Norden belegene, 1208 gegründete 
Kirche St. Qnirin zu Neuss. In den drei, ziemlich flachen Absiden an C110? 
""11 Qnerschiif die Disposition von Gross St Martin in einer schon spielenden 
Weise wiederholend, in den Sr-hitfexi und den Emporen über den Seitenschiifen 
der Anordnung des Domes von Limhurg an der Lahn (mit der systematischen 
Durchführung des romanischen Spitzbogens) schon nah verwandt, zeigt sie am 
Aellsseren und namentlich an der manierirt bunten und überladenen Dekoration 
des mächtigen Facadenbaues auf der Westseite, schon die höchste Ueppigkßit 
"Hd Willkür in der Anwendung des romanischen Dekorationsprincips. 
Auch nenne ich hier die Kirche von Kaisers werth, die ich später auf 
einer flüchtigen Reise sah. Sie ist romanisch-spitzbogig, in der gewöhnlichen 
rheinischen Weise; das Schilf mit einfach viereckigen Pfeilern und gegenwärtig
        

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