Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1493856
Studien 
und Mosel. 
am Rhein 
Roman. Bausty]. 
Köln etc. 
197 
(ienfenster. Am östlichen Flügel Bögen und Lissenen (doch verbaut). Am 
südIichen Flügel ein durch Arkaden geöffneter Corridor, auf stark vom-e- 
tenden Mauerbögen von gedrückter Form ruhend; diese über Säulen mit 
Würfelkapitälen gewölbt, welche vor die Pfeiler des Kreuzganges, an der 
Seite des Hofes, frei vertreten. 
Köln. St. Gereon.  Die Absis des Chores, die daranstossenden 
Thürme und das Feld zwischen beiden, sammt den unter diesen Theilen 
belegenen Theilen der Krypta, bilden ähnlich, wie die entsprechende An- 
lage des Bonner Münsters, einen Zusatz aus der Zeit des zwölften Jahr- 
hunderts; eine gewisse grössere Opnlenz in der Dekoration bei schon min- 
der reiner Würde der Verhältnisse scheint auf eine etwas jüngere Zeit Zu 
deuten. Dies gilt besonders von den gehäufteren Zierden des AeusSereu- 
Auch das Innere der (rococoisirten) Absis ist mit doppelten Wandarkadexi 
versehen. Der entsprechende Theil der Krypta hat acht Säulen mit sauber 
gearbeiteten Würfelkapitälen (wie an den Wandsäulexi des Oberbaues) und 
mit Eckblättern "an den Basen. An den Wänden der Krypta _sind hier 
correspondirende Halbsäulen angeordnet. Seitenkapellen der Krypta unter 
den Thürmen.  
Köln. Gross St. Martin.  Merkwürdige und eigenthümlich gross- 
artige Nachbildung der nßauanlage von St. Maria auf dem Kapitol, in ihren 
älteren Theileti aus der Zeit um die Mitte und nach der Mitte des zwölften 
Jahrhunderts 1). Die Flügel des Querschiffes ebenso wie dort als Absiden 
gestaltet, doch die ganze Ohoranlage (zunächst im Inneren) von entschied- 
nerem Höhenverhältniss, näher zusammengerückt und von mehr übersicht- 
licher, höchst bedeutender Wirkung. Im Detail eine raffinirte Burchbil- 
dung des Systems, doch insofern wieder sehr beschränkt, als die offenen 
Chor-Umgänge der Kapitolskirche hier zu dekorirenrlexi Wand-Arkaden 
werden. Auffallend sind die Kapitale der Säulen an den unteren Wand- 
Arkaden und den Querschiffs-Flügcln. Sie haben ein Blattwerk von an- 
scheinend hochalterthümlichcr Bildung und darüber eine Platte wie ein 
Architravstück; das Deckgesirns darüber (Rh. 9.) hat aber genau die spätere 
,  Gliederung wie an St. Mauritius, St. Pantaleon, St. Cäcilia. In 
ty-lgäfl-ä- der Hauptabsis sind die Säulen schlanker, die Kapitale mehr 
 kelchförmig, die Aufsätze darüber von derselben Beschaffenheit. 
Die Kapitäle der Säulen in den oberen Arkaden aller drei Ab- 
 siden sind kelchförmig und ziemlich einfach (überhaupt ist alle 
Kapitälarbeit Ziemlich roh). Diese oberen Säulen, sehr in die 
Höhe gezogen. in ihrer unteren Hälfte polygonisch, in der oberen cylin- 
driseh, sind in dieser gesuchten Länge nicht von schönem Eindruck. Die 
lialbsäulen an den Pfeilerecken im Kreuz haben einfache Würfelkapitäle. 
 Das Schiff hat mächtige Pfeilerarkaden von hohem, freien Verhältniss- 
Die Halbsäulen, an den Rückseiten der Pfeiler und sonst, wiederum mit 
einfachen Würfelkapitälen (die aber durchaus nicht mehr die Plumpheit 
(19? i" der KaPltßläkirche haben); die Deckgesimse darüber wiederum mit 
der. figf das Zwigftä Jahrhiäilndert charakteristischen Gliederung.  Ueber 
dieser e1 er- un ogenste uns des Schiffes be innt ein s äterer Bau.. 
Er hat ZuüäChSt Slliizbogige Wand-Arkaden, derer? Sänlchen riiit kelclifir- 
1) v. Lassaulx (Architektonisch-historische Berichtigungen und Zusätze Azu 
der Kleinäschen Rheinreise, S. 495) hat das Datum einer im J. 1172 erfolgten 
Einweihung der Kirche.
        

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