Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1493823
Halbsätllen entsprechend, mit alten Kreuzgcwülben. An den Wänden des 
(ursprünglich fiachgerleckten) Mittelsehitfes sitzcn über den Deekgesitusen 
der Pfeiler flache Pilaster auf. Dazwischen die Arkaden von Emporen; 
diese jetzt vermaucrt; doch im Innern der alten Empore eine Arkade noch 
sichtbar: ein grüsserer Rundbogeu, ausgesetzt mit zwei Säulen und drei 
kleineren Bögen.  Aufsder Wcstseite eine ausgedehnte Empore, für den 
Nonnenchor bestimmt, unterbaut durch eine reich ausgebildete Pfeiler- und 
Säulenstellting; was bei der letzteren an ausgebildeten Kapitälen erscheint. 
trägt den streng romanischen, aber nicht mehr rohen Charakter des zwölf- 
ten Jahrhunderts. (Diese Einrichtung oben und unten grossentheils ver- 
baut.) Ueber der Chorbühile erhebt sich der Thurm, einfach romanisch, 
doch schon im übergangsartigen Charakter; über der Empore, gegen das 
Schiff der Kirche hin wird er durch einen breiten, wieder durch eine Ar- 
kade tinterbauten Schwilibogen getragen.  (Der Chor der Kirche später. 
im ausgebildet gothischen Style, mit weiten Fenstern, denen meist das 
Stabwerk fehlt. Das Mittelschiff ebenfalls in ausgebildet gothischer Zeit 
überwölbt. Die Fenster der Seitenschiffe und eines zweiten Nebenschiiies 
auf der Südseite im spätest gothischen Style.) 
Köln. St. Mauritius.  ltn J. 1144 vollendet.  Einfach roma- 
nische Gewölbkirchc. Schlichte viereckige Pfeiler, ziemlich schlank und 
durch ziemlich hreitgespannte Bögenverbunden. Einer um den andern ist 
breiter und mit Pilastern versehen, die als Gurtträger empor-laufen; an den 
Rückseiten dieser Pfeiler sind ebenfalls Pilaster, während sich an den 
Rückseiten der schmaleren Pfeiler Halbsiiulen befinden. Dieselbe Einrich- 
tung, correspondirend, an den Wänden der Seitensehiife (die nachmals 
grossentheils zu Kapellenschitlcn durchbrochen sind). Die l-lalb- 
 säulen mit einfachen Würfelkapitälen; die Deckgesimse (Rh. 7.) 
 für die Epoche des ziviilften Jahrhunderts charakteristisch: 
ß Platte, Kehle und Wulst. Die Qucrbögen des Gewölbes sind 
6; einfach breite Streifen, die Kreuzgewölbe ohne Gurte.  Kein 
Ä" Querschiti", aber drei Absideti auf der Ostseite.  Ein grosser 
 Theil der Westseite von der Emporbühne des Nonnenchores 
eingenommen. Die Unterwölbimg derselben (bedeutend verbaut) ruht in 
der Mitte auf Säulen; die eine sichtbare Säule mit einem streng romani- 
schen Blätterkapitäl. Oben ebenfalls eine Arkade mit einer Säule, die, 
wie es scheint, die östliche Mauer des (ursprünglich wohl mehr ausgezeich- 
neten) Thurmbaues trägt  Im Aeusseren das Oberschiif mit sehr flachen 
Pilaster-Arkatlen. zwischen diesen die (später erweiterten) Fenster. Das 
Kitmpfergesims dieser Pilaster ist ein einfacher Rundstab. Dieselbe Deko- 
ration ursprünglich an den Seiten-Absiden. Die Haupt-Absis mit Säulen- 
Arkaden über Pilastern. Ueber den Ecken zwischen Ilaupt- und Seiten- 
Absiden schlanke, achteckige, einfach romanische Thürme, 
Kölll- St. PäIIÜEIICOEI.  Das Schilf der Kirche als Pfeilcrbasilika 
mit gewölbten Sßitensßhiiiien. Breite, grosse und geräumige Verhältnisse, na- 
mcntlivh das (Sehr spät mit einem flachen Netzgewülbe versehene) Mittelschiff 
von breiter Disposition. Einfach viereckige Pfeiler. mit den Rundbögen in 
gutem Verhältniss: an ihren Rückseiten, und eorrespondirend an den iWän- 
den der Seitenschiile, Halbsäulen; diese jedoch ohne Kapital, statt dessen 
das Dcckgesims der Pfeiler (welches dem von St. Mauritius ähnlich ist), 
wie auch das Fussgesims derselben (in der umgekehrten Form des Deckge- 
simses) um sie herumgeführt. ist. Die Quergurte der Seitenschide haben das
        

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