Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1493694
Notizen 
und 
Studien. 
Alteuberg an 
der 
Lahn. 
Braunfels. 
181 
 . . it Scenen aus der Geschichte der Maria und den Fi uren 
ileeietftllrlieiligäiisulilii-lhael und der h. Elisabeth. Auf Goldgrund. Gangz im 
Sty] der Miniaturen aus der Zeit um 1300; starke Umrisslinien; besonders 
für das Nackte; hier auch noch keine Modellirung, sondern nurffdiehWangeä_ 
röthe angedeutet; dagegen die Gewänder schon auf eine tre ic e, läic r 
oder weniger conventionelle Weise modellirt. Manches in de1'_G81fan_ 119g 
von grossartiger Anlage. In der Auffassung herrscht" die Naivetat Jeneä 
Zeit. Von Ausdruck nur erst eine Ahnung.  Die ausseren Seitetnsln 
spätere Bilder auf Leinwand. Eine Reihe kleiner Scenen" der Passätgtis- 
geschiehte, von einem lustigen Manieristen der zweiten Halfte des d 611 
Jahrhunderts. Er erscheint etwa wie einer der Holländer dieser Zelt (fflln 
H. Goltziiis verwandt, obschon ohne dessen Energie], mit einem Belgß- 
schmuck der Schule von Fontainebleau. Viel beschädigt. 
In der Unterkirche eine Madonnenstatue germanischen Styles (bunte 
Holzscnlptur). Die Gewandung weich, feinfaltig und nobel gelegt, die B9" 
wegung massig gesehweift. Das Körperverhältniss nicht vorzüglich; das 
Gesicht fein, doch auch nicht bedeutend.  
Ebendaselbst eine bemalte Statue der Madonna mit dem bekleideten 
Kinde auf dem Halbmonde. Ganz grossartig, edel und empfunden, etwa 
dem Adam Kraft vergleichbar. Dazu der Kopf der Madonna, obschon 
mangelhaft im Einzelnen der Verhältnisse, doch mit zartem Gefühle ge- 
bildet. 
Gleichfalls in der Unterkirche ein Altarschrein mit geschnitzten Fel- 
dern. Geschichte der Aeltern der Maria. Malerischspielelld, dvch ganz 
artig. Etwas Nürnbergisches im Styl; hübsche weibliche Gesichter. 
Im Querschiff zwei Gemälde, Flügel eines Altarwerkes, an die Wand be- 
festigt; auf jedem zwei Darstellungen: Verkündigung und Geburt Christi, 
Darstellung im Tempel und Krönung lllariä. Kölnisch, in der Richtung des 
Meister Wilhelm. In der Gesammtanlage tüchtig, nicht ohne Würde und 
nicht ohne Anmuth, doch noch handwerksmässig. Im Nackten starke 
Umrisse. 
Ein Gemälde auf dem Nonnencliore. Anbetung der Könige, auf rothem 
Grunde mit Sternen. Kölner Schule in der Richtung des Meister Stephan. 
Handwerksmässig, doch ganz tüchtig.  
Ein Gemälde der Verkündigung in der Unterkirche  ähnlich auch 
ein Gemälde der Dreifaltigkeit in der Sakristei  von einem geistreichen 
Manieristen im Style des Michelangelo. 
Andre Bilder ohne sonderlichen Werth. 
L 
Braunfels. 
Starke Maue d Th   
mäßig grossartiggnläägdehnfxrge, die das Schloss "mmmh "mgebe" 
Die Schlossgebäude meist mQdenL 
Einige alte Reste, namentlich    , 
mit einem Rundbügenfriese.  em grosser starker vlerecklger 11mm" 
Schlosskirche spätvothiscla oh JB,     
läuudpfciler ohne Kapitäle? , m (deumng Gleich nlcdre Scham
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.