Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1493552
und 
Notizen 
Studien. 
Wetzlar. 
167 
gar 
romanisches Portal, nicht 
auch nur rohen Styles. 
schön 
frühgermanischen 
Statuen 
mit 
doch 
Der nördliche Flügel des Querschiffes und das 
Fenster des nördlichen Seitenschiffes, c. 1300. 
EPSICG 
Durchaus im reinen und höchst vollendeten germanischen Styl. Die 
gesammte Fensterarchitektur vorzüglich schön, aussen mit Giebeln, die mit 
Rosettenwerk von edelster Bildung ausgefüllt sind. (Leider der Giebelbau 
durch das Dach abgeschnitten.)  Der nördliche Pfeiler im Kreuz des 
Querschitfes stärker als der südliche, mit acht Säulchen, die sich zierlich 
aus der Cylindertläclne hervorlösen, dabei auch noch mit Consolchen; das 
Basament polygoniseh. Die Gurtgliedernng einfach schön. 
(An der östlichen Seite des nördlichen Kreuzflügels beabsichtigte man, 
den Chor später in gleicher Weise [mit hohem Umgange] zu erneuen. Eine 
rohe Füllmauer sehliesst den grossen Bogen, der in den Umgang führen 
sollte. Wie man sich dabei auf der Südseite benommen haben würde, 
bleibt dunkel.) 
 Bis hieher sind die Steine im Aeusseren des Gebäudes sehr verwittert. 
Die folgenden Theile aus festeren Steinen. 
6. Das nördliche Seitenschiff, und die Schiffpfeiler auf 
 dieser Seite, c. 1350. 
Die Schiffpfeiler ohne Consolchen, der dem Kreuzpfeiler zunächst ste- 
hende noch mit eckigem, die andern mit rundem Deckgesims, in flacher 
und leichter Bildung. Das Blattwerk in völlig gothischem Styl. Das Basa- 
ment polygonisch. Die Gurtungen des nördlichen SeitenschüTs, sowie die 
des Mittelschiffs, auch das Profil der Fenstereinfassung mit vorherrschen- 
den Kehlen. Das Aeussere schlicht. 
Die untere Hälfte des Thurmbanes, c. 1350, okder schon 
(nach Chelius). - 
ln einem eleganten, doch immer noch etwas strengen Gothisch. 
1326 
Die obere 
Hälfte des 
T hurmbaues. 
lötes Jahrhundert. 
 Eine andre Formcnweise, ziemlich einfach und streng massig, doch im 
Einzelnen ein buntes, gemustert dekoratives Stabwerk, z. B. an einigen 
Flächen der Streben und namentlich in der Füllung des Bogens der Fen- 
sternische über dem südlichen Thurmportal. 
Der südliche Thurm ist bis zum Abschluss (bis zur Galerie) des vier- 
eckigen Baues vollendet. Der nördliche aber ist nur wenig über jener 
ersten Anlage (N0. 6) fortgesetzt; er ist ganz oiien und es sind nur die 
äusseren Umfassungsmauern desselben vorhanden. Doch ist nicht bloss der 
südliche Thurm, sondern auch das Portal der Westseite bereits mit Sculp- 
turen versehen.  
Vor dem Chore befindet sich ein Lettner, von leichten angenehm 
dekorativen Verhältnissen, den bestgothischen Theilen der Kirche ver- 
wandt. somit bei Vollendung des (luerschiffs, c. 1300, gearbeitet. (Auf 
beiden Seiten ist er durch je zwei schlechte Holz-Arkaden erweitert.)  
Zur Verdeutlichung des Vorstehenden mögen die beiliegende Grund- 
rissskizze und die folgenden Detailskizzen dienen.
        

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