Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1491654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1493538
Notizen 
und Studien. 
Wetzlar. 
165 
Verbaut.  Aus derselbe Z   
Streben auf eigenthümlichle 3215511321233! Ohorlwhmf Querschiü), dessen 
Die Kirche enth"1;  nenuge egt smd- 
nach 1600. a Verschxedene Denkmaler aus der Zeit um und 
Wetzlar. 
Stiftskirche. 
beiliegende 
die 
Grundrissskizze). 
Von einem alten Bau, welcher etwa der Mitte oder der zweiten Hälfte 
des llten Jahrhunderts angehört, steht noch der Rest der Thurm-Arllage, 
im Einschluss der Mauern der erweiterten, aber nicht vollendeten späteren 
Thurin-Anlage. Der alte Thurmbau, mit halbrund vortretenden Treppen- 
thürmchen auf den Seiten, ist meist sehr roh aus Basalt gebaut, mit unter- 
mischten Sandsteinquadern, aus welchen letzteren namentlich alle wichti- 
geren Gesimse und das interessante Portal gefertigt sind. 
Im Anfange des 13ten Jahrhunderts _ist sodann ein Neubau begonnen, 
und derselbe die ganze Periode des gothlschen Baustyles hindurch schritt- 
weise zu); Ausführung gebracht, so dass die Stiftskirche ein sehr eigen- 
thümliches Compendium der gothisehen Architektur bildet. Nach ihren 
verschiedenen Zeiten sondern sich die Bautheile folgender Gestalt: 
westliche 
Die 
Hälfte 
des Chores, 
1220. 
Unbedenklich riss man _zuerst m3 den gafgten Chor nieder und fügte 
den Neubau dem stehen gebliebenen uersch1 an; man begann mit dem 
Stücke, welches sich dem letzteren zunachst anschloss. Dies ist in noch 
unentwjckeltem frrihgermanlscläern Style, mit sehr bedeutenden Nachwir- 
kungen des romanischen ausge um.  
Das Innere 111112. hellrin, lnuhi- zurloberenGHlalfte offnen germanischen 
Fenstern und einer 6189 um 1c 31129 951011 a lerie unter denselben in 
der Dicke der Mauer. _(Ueber das Detail der Anlage s. d. Zeichnungen.) 
Das Aeussere mirheraustretenden Streben. Auch hier ein Umgang 
vor den Fenstern (aber lfl der _H0he der Fensteröilinung). Die spitzbogige 
Umfassung der F enster wird frel von leichten viereckigen Pfeilern getragen. 
Das Aeussere roher als das Innere. 
Zu (den Sertendles westliehen ghortheils niedre Anbauten (seitenschifT-' 
artig), 13, W13 s" aus elmgen Pllfell ergiebt, nicht gleichzcitiv aber 
doch unmittelbar nach demselben gebaut sind. Sie scheinen urspiänglieh 
nicht gewolbt äewesefl W Sem- (Gegenwärtig haben sie späte Kreuzge- 
wölbe). Aus dem südlichen Anbau fuhrt ein mit Säulen geschmücktes 
spitzboglgeS Portalgm Uebelgdngsstyl. m Llle Kirche. Vielleicht bildeten 
die Anbauten ursprunglich olTne Vorhallen. 
1) Die Skizze des Gruedrjsses, 11er ulach dem Augemnaasse aufgenommen, 
macht keinen Anspruch auf d1e_ Genaelgkelt einer architektonischen Aufnahme. 
Sie 5011 nur (wie überhaupt meme Sklzzen) zur Erläuterung des Textes dienen.
        

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