Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1490799
T60 
Kunstgeschichte. 
Pommerscha 
läge (die man namentlich am Unterbau des vorspringenden Theiles auf der 
Nordseite noch deutlich erkennt) veranlasst zu sein. Die Strebepfeiler tre- 
ten nach dem Inneren der Kirche vor. In den Seitenschiifen haben sie die 
  Üäfiilieffii 35111132323 2131i 
 e-cks. Im Chor, wo sich ziem- 
l l y j '  lieh tiefe Nischen zwischen 
 X  ihnen bilden, sind sie eigen- 
e (l „ ß,   thümlich und nicht unschön 
y  X ßf j rf gegliedert (169); hier sprin- 
,   f 7  gen auch an ihnen starke 
X z]?   ' Gurtträger, Bündelchen von 
K"  7 f  je fünf Halbsäuien bildend, 
X   vor. Mittelschiff und Chor 
 ßß xffß  sind mit Sterngewölben über- 
 9. M,  s annt, deren Gurte eine zu- 
ßßßffß XX"   sämmengesetzte, wulstartige 
Form haben; im Chor setzen aber die Gurte nicht harmonisch auf und das 
ganze Gewölbe ist hier sehr roh gearbeitet.  Ausserhalb am Chor bilden 
die Streben flache Wandpfeiler, die auf reiche Weise, in der Anordnung 
denen am Chore der Marienkirehe zu Stargard ganz ähnlich, verziert 
sind  Auch hier werden sie in drei Geschossen durch Fensterblen- 
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den ausgefüllt, die durch gegliederte Vorsprünge der Wandpfeiler einge- 
fasst sind. Aber was an Rosetten und Giebeln in diesen Blenden etwa 
vorhanden war, fehlt gegenwärtig, und ihre Gliederungen sind nicht nach 
dem edleren Systeme, das an dem Stargarder Bau herrscht, geformt. Unter 
den Thüren der Kirche ist besonders diejenige zu bemerken, die sich an 
dem Vorsprunge des südlichen Seitenschides befindet. Sie hat eine ein- 
fache, aber mehrmals wiederholte Gliederung und ist mit einem geschweif- 
ten Spitzbogen (der hier aber zu dem eigentlichen Bogen der Thür in kei- 
nem guten Verhältnisse steht] bekrönt; dann ist wiederum eine rechtwink- 
lige Umfassung um diesen Bogen gezogen, und der Raum zwischen beiden 
durch buntes Rosettemrerk ausgefüllt. 
Auch die Petrikirche zu Stettin ist, ihrer äussere1i_ Architektur 
zufolge, den Bauwerken des fnnfzehnten Jahrhunderts zuzuzählen. Es ist 
ein Gebäude von ganz einfacher Anlage, ohne Seitensehiife und ohne selb- 
ständigen Thurmbnu; der Altarraum ist fünfseitig geschlossen. Das Haupt- 
gewölbe des Inneren fehlt und ist durch eine Bretterdeeke ersetzt. Die 
Strebepfeiler treten in das Innere der Kirche hinein; ausserhalb wird ihfß
        

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