Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1490729
Architektur. 
Kirchliche 
Styl des 
Gothischer 
Jahrhunderts. 
753 
ein neuer Bau, und zwar als gleichzeitig mit der lürhöhungides Mittel- 
schiifes betrachtet werden. Hier ist von vornherein auf das lmehtel-ß 175m- 
porsteigen und auf eine, dem entsprechende feinere Ausbildung Rücksicht 
genommen. Die schlanken achtecklgen Pffillel" Slrlfl "m1 mfheÄi-ickßn Cin- 
äelassenen Halbsäulchen versehen; unter ihrem Kainplieräeslmälst allfjefler 
der acht Pfeilerseiten eine schmale, durch 91114? Zlerhch gothlfFhen _SP1tZ- 
giebel geschlossene Nische, 059111951" zur Aufnahme von Helhgenblmefn 
bestimmt, angebracht,  eine Einrichtung, die mir sonstuiur an den Pfei- 
16m des Mitteßchm-es im Mailänder Dome bekannt ist (die dort aber, trotz 
-h uDo-leich reicheren Ausbildung, zu der Gliederung der Pfeiler nicht 
1 rer b in sonderlich harmonischem Verhältnisse 
1 X l l steht). An den Pfeilern selbst sind keine 
f i, l Gurtträger vorhanden, doch setzen solche, in 
l 3'  [.3 feiner Gliederung, über den Kämpfern auf 
,   und steigen sodann zum Gewölbe empor. 
K 3;.   l Die Schwibbögen über den Pfeilern sind in 
 lii  stark iiberhöhtem Spitzbogen gebildet, was 
ä  Wliiii   {I aber keinen unschönen Eindruck hervorbringt 
( und vielmehr zu dem durchgehenden Prin- 
 "p-Fi-f- cipe des kühnen Emporstrebens wohl passt; 
 die schrägen Seiten der Schwibbögen sind 
m 1  glatt und nur mit je drei vorspringenden 
[l   Fl- Rnndstäbchen versehen; dies dürfte, falls es 
lt lt  Q   nicht etwa deruieneren Restaurationange- 
III    1  hören sollt? QvlßfitäftlhmhfllädähtaralätßflSäSCh 
     t für das fun ze nte a r un r ge cn ön- 
  neu, Ueber den Bögen läuft, nur durch die 
sxikßyie .193; b, o Gurmäger unterbrochen, ein überaus reicher, 
wie eint Gitterwerk gestalteter. Tjlßsättenfrißs 
hin. Dann folgt ein schmaler Umganäi der 
durch kleine leichte Bogenßfellllnge" a?- 
"j bildet wird, und endlich die Oberfenster. die 
ß t hier aber in reiner Bildung erscheinen  
f  Im eigentlichen Chor-Umqange springen die 
Strebepfeiler ganz nach innen herein, nach 
 i der Aussenseite des Gebäudes nur als flache 
  l Wandpfeilei- erscheinend: Chor und Haupt- 
il Schiff sind mit Sterngewolben bedeckt, auch 
 L] w: die Gewölbe des Chor-Umgangcs haben eine 
 ,  sternartige Form. Indess sind hier. und zwar 
 1x  ilifl": in den Haupträumen, die (wewolbgurte zum 
i" r l   W Theil schon in seltsam barocker Weise ver- 
L   schlunaen. Es scheint, dass man diese Ein- 
 , i i_ VI richturigen einer im siebzehnten Jahrhundert 
Ütlyl [ab W g ) erfolgten Restauration, nachdem die Kirche 
im J. 1635 durch einen grossen Brand be- 
  ,  dssei  Endlich ist, was den grossartigen Ein- 
schädlgt War, zuäghrelläriivdilbe der)Kirche giebt von diesem Brande Nachricht und 
i) Eine IILSchr-ll: 3m Bgschädigung und Wiederherstellung der Gewölbe. Brügge- 
"wähnt ausdru-ckhc v3 Pommern II S. 172) stellt die Sache so dar, als ob die 
231D]; (ziülhggfsqrigBrande ganz nengebaut worden sei, was aber der Augenschein 
IIC B 
zur Qeniiglelwidszlllgät-n l 48 
Kuglei, 01116 
        

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