Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1490227
Kirchliche Architektur; 
Gothischer Styl 
der 2. 
Hälfte 
des 
J ab rh  
703 
größerer Stärke von [m Uebrigen zeichnet sich das Innere der Marjen- 
kirche durch ansprechend weite und hohe Verhaltnisse aus.  An der Süd- 
f ,l_ seite der Kirche sind zwei Portale (das 
f  eine derselben innerhalb einer später vor- 
ffff  gebauten Kapelle), deren Gliederungen  
747W [ß f nach ähnlichem Princip, nur feiner und 
 [ß lfff leichter gebildet sind, wie die des Ihm-m- 
 .-j?fßf ß portals der Jakobikirche; auch bei, ihnen 
" tfxyf haben die durchlaufenden Kämpfergesimse 
  besondere Blattverzierungen. Der Thurin 
yjfgßfg,  " springt auf der Westseite der Kirche frei 
viema,  vorä die hieß begndtlilchen älebexnrägme 
sin spä er. as or a an  er or er- 
Seite des Thurmes  ist ziemlich einfach gebil- 
:   rigesinrorelßrßs izaeiiaräärfm 
-  in die Kirche fü r 1 15 P9 r Tel  1011 
 7 4 (den Thüren auf der Südseite verwandt); die an 
' {ß letzterem befindlichen Halbsaulchen haben reich 
f).  verzierte Kapitale, mit phantastischen Fhieriiguren 
fßlr u_ dglu die aber sehr verschmiert und verdorben 
f  sind. All diese Portalbildungen sind wiederum 
Ü!  A Fünfmal noch charakteristisch für das dreizehnte Jahrhun- 
7i' i  dert. Im Thurm selbst gestaltet sich zwischen bei- 
W ' den Portalen eine ansprechende kleine Vorhalle, 
M ' deren Seitenwände mit zierlich gothischen Bogen- 
stellungen geschmückt sind; aber auch diese sind 
zum Theil sehr verdorben. Der Thurm steigt in einfach viereckige: Masse 
empor; an seinem oberen Geschosse ist er mit Fensterblenden versehen, 
die bereits etwas reicher als die am Thurm der Jakobikii-che gebildet und 
mit schwarzglasirten Rosetten geschmückt sind.  Eine wesentliche Ver- 
änderung im Verhältniss des Thurmes zur Kirche ist, etwa hundert Jahr 
nach Erbauung der letzteren, dadurch hervorgebracht worden, dass man, 
die frühere Einrichtung auf eine, zum Theil unharmonische Weise ver- 
ändernd, die Seitenschitfe der Kirche bis an die Westwand des Thurmes 
d?  änausgeführt undd sodann der ganzen 
  estseite eine nie rige, mit dem Thurm 
XÄ g und mit den Seitenschiffen zusammen- 
hängende Vorhalle vorgebaut hat. Die 
' Formen, die an diesen neueren Theilen 
 erscheinen, tragen den Charakter der 
x    spätgothischen Kunst. Zierlicher ist die 
) Kapelle, welche dem Hauptportal der 
4 Südseite vorgebaut ist  Sie erscheint 
v im Innern ziemlich geräumig und hat, 
N auffallender Weise, an ihrer Ostseite zwei 
 m nebeneinander gestellte, fünfseitig _ge- 
schlossene Alsarnischen (eine Einrich- 
tunv die übrigens durch besondere liturgische Bedürfnisse veranlasst sein 
15515118). In der Mitte ist die Kapelle durch ein einfaches, länglich schma- 
198 Kreuzgewölbe überspannt; aus Veranlassung jener Nischen aber ver- 
bindet sich mit diesem ein eigenthüinlich zusammengesetztes sternartiges
        

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