Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1490203
Kirchliche Architektur. 
Styl 
Gothischer 
der 2. 
Hälfte des 
J ahrh. 
701 
der Fall ist. Es scheint, dass man demnach auch diese E"  h 
ein Zeugniss für die in Anspruch genommene Bauperiode T126 ägrgefää 
Uebereinstimmurig in der Bauanlage der Kirchen sich noch nicht auswebib 
det haben konnte) zu_betrachten hat. Ieh weiss leider nicht, 0b digselb 
Einrichtung sich nicht vielleicht auch an der Katharinenkirche von Stra: 
sund zeigt.  Der Thurm der Kirche steigt in einfach viereckiger Masse 
empor, in mehreren Geschossen, d1e_mit ziemlich einfach gebildeten Fem 
sterblenden versehen sind. Doch zeigt sich an ihm schon ein besondere,- 
Schmuck, sofern die Abtheilungen der Geschosse aus breiten Streifen 
schwarzglasirter Steine, reich zusammengesetzte Rosettenformen bildend, be- 
stehen. Eigenthümlich und 
[KW wie erum c ara eristisch fur 
, f" f das dreizehnte Jahrhundert ist 
 f  ß 
f    das Portal des Thurni D' 
iff f   es. ie 
I; z   Seitenwande und der Bogen 
A?! äesäeäbeiiix sind reich gegiie- 
j WW  lzyffl er, oc haben diese Gliede- 
  trunlgentßälllläoclh einesehrein_ 
iß. (f,  ac wie er e rende Grund- 
 form, indem eine Art von Halbsäulchen. 
  [ff durchEinkehlungen getrennt, dreizehnmsl auf 
 jeder Seite vorspringöln. (Doch sind es nicht 
 i f mehr eigentliche I-lalbsaulchen; sie haben im 
  Durchschnitt vielmehr schon das birnenför- 
inige Profil, welches von der F0 (1  
thischen Bogengliederung entnommen, an den mannigfaltiger zurgmnihnäg- 
setzten Portalen des vierzehnten und folgenden Jahrhunderts vorherrschend 
ist.) Die Steine, aus welchen diese Gliederung des Portales zusammenge- 
setzt ist, wechseln in rotlicr und schwarzer Farbe; nicht aber  wie es 
im vierzehnten Jahrhundert durchaus vorherrschend ist  in horizontalen 
Lagen, welche die Formen, unästhetischer Weise, durchschneiden, sondern 
nach richtigerem Gefühle vertikal so dass 
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g?af;f immer ein Saulchen roth, das andere schwarz 
 ist. Zugleich haben die Säulchen eine eigne 
.f  fgxißZ-au durchlaufende Kapitälverzierung  welche 
  e? x von Sandstein gearbeitet und mit, gr-ossen 
  Ä NlVeinblättern geschmückt ist. Auch diese Ein- 
  Q j richtung, die Kapitale aus anderem Material 
(f; X    als dem Backstein zu arbeiten, gehört der 
51 1 X 2' e, r früheren Zeit des Backsteinbaues an, Während 
r : dies später nur ganz ausnahmsweise der F311 
11g; ist und in der Regel gar keine Kapitäle mehr 
s. h    
l i. 55- erscliilriltilndle Marienkirche von G ejf 
   1' s- 
   wald gehort dieser Bauperiode an, wenn sie 
auch, bei reieherer Durchbildung ihrer Theile, als eine der letzten, Somit 
etwa dem Schlusse des dreizehnten Jahrhunderts angehörig, betrachtet 
werden dürfte. Ihrer Gründung nach ist die Marienkirche die älteste der 
Stadt; sie wurde in der früheren Zeit des dreizehnten Jahrhunderts, von 
Seiten des Klosters Eldena, als eine Feldkirche angelegt und ungefähr im 
Jahr 1933 vollendet; die vielbesuchten Messen, die in ihr gehalten wurden,
        

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