Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1490025
Kirchliche Architekiur. 
Styl 
Byzantinischer 
B120. 
683 
ben Meisters ausgeführt wäre. Ueberhaupt beeinträchtigt auch die Halle, 
namentlich durch das in ihr herrschende genllgere Ebenmaass, den Ein- 
(lrugk des schönen Portales. Die Krelllglllltß 1111 Gewölbe der Halle sind 
ebenso gebüdet, wie die im Querschilf der Kirche. Diese Uebereinstimmung 
lässt ein ungefähr gleiches Alter der Halle mit dem Gewolbebau des In- 
Deren vermufhen (ja, es scheint, da der Rundbogen an der Halle vorherrscht, 
dass man sie noch für älter halten musse), woraus denn hervorgehen würde, 
dass das Portal in eine, wenn auch nicht eben bedeutend frühere Leit gehör-(L 
Aber auch die oberen Theile dieser SÜÖlIClIGII Wand des Querschißes 
 haben mancherlei AbWBIChBII- 
des von den übrigen älteren Bau- 
fx theilen der Domkirche, und scheinen 
im nicht minder auf ein etwas höheres 
7' x Alter hinzudeuten. S0 bewahren 
Ä zunächst die drei Fenster über dem 
 b Portale in ihrer Ueberwölbung noch 
"l r"  den reinen Halbkreisbogen 1). Zu 
I   X ihren Seiten sind grosse Fensterblen- 
 . {i  den angebracht, die ebenfalls nicht 
h]  2x im Spitzbogen, sondern in dem ge- 
 _     
l WWiWMWlÄ-"ejfg". l EÄKEÄISEÄEEDRUEÄZZfeisfifäsZ3wir 
 rN   ihren Ecken laufen feine lslalbsänl- 
m  m    chen als Einfassung empor, Aehn- 
  M,    liche Blenden endlich befinden sich 
 {it'll ll! 3'"   r in demGlebeldreieclse, welches durch 
    ll   ein Gesims und den aus kleinen Halb- 
l "t r  VI kreisbtigen zusammengesetzten Fries 
von der übrigen Mauertläche getrennt 
wird; eine grössere in der Mitte, zwei kleinere zu dcn Seiten, durch zier- 
lich gekuppelte Halbsäulchcn verbunden, die in ihrer Mitte durch Ringe 
umgürtet sind und byzantinische Blätter-kapitale in der Kclchform tragen. 
ln den oberen Rundäingen dieser glemilendsind Riliefsculpturenhangcbracehtg 
111 der mittleren sie t man zwei nge ,ß- ie ein amm in vere render e- 
berde em ortra en; in denen zur Seite einzelne Heilige. Soviel ich von 
diesen Scldlpturän deutlich erkennen konnte, schienen sie mir dem bild- 
nerigchen Style der Zeit um den Anfang des dreizehnten Jahrhunderts zu 
Entsprechen. In den Mauertlächen innerhalb der Blenden liegen die Mauer- 
steine nipht horizontal, sondern, wie an den Giebeln der Kirche von Bergen, 
in gghjchtenwejge wechselnder Schräge, was dem Auge hier, bei dem festen 
Einschmss dieser Theile, den Eindruck eines anmuthigen Linienspieles ge- 
währt Der Mauertheil dieser Sudvganldl unterhalb der Fgensäar slcjhtlint eine 
andre, ebenfalls durch das einfac e aeria ervorge rac te. e oration 
zu haben, indem die rothen Steine wechselnd durch Lagen heller gebrannter 
Steine unterbwchen werden; die Bedaohung der Halle vor dem _Portal 
verhindert es, diese Einrichtung vollständig zu übersehen. 
1) Bei dem größeren Fenstgr in der Mitte istudigs ziemlifh bfestimfnt au? 
zusprechen; bei den kleineren Seltenfensäern karfn mfvghcher Welse elnehlelse N91- 
Ellng zum Spifzbogen stattündexl, wen's xmt GQWISähB-lt zu fzrkennenz 13.61 dver Eut- 
femung des Beschaußrs von diesen Fenstern, naturlxch selne Schwlerlgkexten hat.
        

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