Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1483627
Ilneidt. 
der 
Die Bilderhandsclnrift 
daz ih eneas han gesehen. 
11a enpßnde ih wo! der wnden. 
ln diesem Bilde sitzt Lavinia auf einem Stuhle. Im folgenden kanert sie 
in ihrem Schmerzt: auf dem Boden und der Stuhl steht neben ihr. 
Häufig wird das Haupt in die Hand gestützt. Hiemit ist stets ein trau- 
riges Nachsinnen trefflich ausgedrückt; so in den mannigfachen Liebes- 
nöthen, die das Gedicht enthält, oder in der Klage um geliebte Todte. 
Ein andermal wird Lavinia in ihrer Liebesnoth mit, ausgebreiteten 
Armen, die Elbogen an die Seiten gelegt, dargestellt. Diese Bewegung 
erinnert auffallend an die altchristliche Stellung während des Gebetes, und 
deutet hier gewissermaassen ein Anflehen der Minne zur Sänfligung der Lei- 
den an, wie auch das daneben befindliche Spruchband besagt: 
Jh bin von minne werden haeiz. 
nah ainem manne der sin nine wmiz. 
vnd mvz verwandeln min leben. 
mirn welle mirme bezzer frode geben. 
Die mehr leidenschaftliche Klage wird durch ein krampfhaftes Ringen 
der Händemit vorgestreckten Armen ausgedrückt. In dieser Bewegung 
Sehe" wir Dido schlaflos auf ihrem Lager:  
Owi  wclich rut wirt onin. 
daz ih mit vnivmen svs beehvnzbert bin. 
Ebenso die Lavinia: 
Gnade frowe vninne. 
owi war sint min sinne. 
rhomen dich (am) het e. 
rlaz TWi-l" m; ist so vnsanfte wr. 
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