Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1489626
Gemälde-Gallone des 
Museums zu 
Berli 
Vcrf. hier auf sein, im Jahr 1837 erschißflßlles "Handbuch der Gc- 
sehiehte der Malerei etc." liinzudeuten, in welchem eine weitere Aus_ 
führung, auch im Einzelnen eine nähere ldegründung seiner Ansichten zu 
finden sein wird. Die vorliegende Arbeit bildet gewrssermaassen eine An- 
wendung des dort Mitgetheilten für eine lfterhe bestimmegegebener Fäne 
Einige der im Handbuch gegebenen _Beschre1bungen.vorzüglich merkwürdiger 
Gemälde des Berliner Museums sind hier wiederholt; doch haceieh der 
Verf., wo es zulässig war, bemüht, sich ausführlicher und bestimmter aus- 
Zusprechen, als es früher geschehen, und dem neu Mitgetheilten ein ver_ 
besserte; Gepräge zu geben. Auch sind in der Gesammt-Anordnung der 
vorliegenden Arbeit einige Punkte anders gestellt, als es im Handbuche der 
Fall ist, um solchergestalt eine leichtere Uebersicht der geschichtlichen 
Verhältnisse zu begünstigen. 
Die angehängten Schlussregister sind für den Handgebrauch des Buches 
bestimmt. Dem Inhalts-Verzeichniss ist eine Uebersicht der interessantesten 
Gemälde beigefügt, um den in seiner Zeit beschränkten Besucher zunächst 
auf die vorzüglich hervorragenden Punkte hinzuführen. Doch bemerkt der 
Verf, wiederum, dass, bei dem grossen Reichthurne des Gesammt-Vorrathes, 
die Aufstellung dieser Auswahl nicht durchweg als letzte Instanz gelten 
kann und dass auch für sie, mehr oder minder, der subjectixre Geschmack 
entscheiden musste. 
Beschreibung der in der Königl. Kunstkanlmer 
vorhandenen Kunst-Sammlung. 
Zll 
Berlin 
Die Kunstsammlung, welche die Königl. Kunstkammer in sich 
einschliesst, besteht aus verschiedenartigen, den Zeiten der christlichen 
Kultur angehörigen Arbeiten. Zu einem Ganzen vereinigen sich diese, 
sofern sie, vorherrschend, dem Boden desjenigen Knnstbetriebes entspros- 
Sen sind, in welchem die Kunst minder um ihrer selbständigen Bedeu- 
tung willen. als zur edelsten Gestaltung und Ausschmückung des feineren 
Bedürfnisses gepflegt wird. Sie beziehen sich demnach auf diejenigen 
technischen Elemente, in welchen Kunst und Handwerk einander berühren. 
Geräthe der mannigfachsten Art. für den Schmuck des öffentlichen (beson- 
ders des kirchlichen) wie des häuslichen Lebens gearbeitet, theils durch 
das verfeinerte Handwerk kunstreich ausgebildet, theils mit wirklichen 
Kunstwerken in grössercm oder geringerem Reichthum versehen,  Kunst- 
gegenstände, welche ursprünglich für die letztere Bestimmung gefertigt sind 
oder deren äussere Beschaffenheit sich vorzugsweise in den Grenzen einei- 
solchen Bestimmung hält,  diese sind es demnach, was den Kern der 
in Rede stehenden Sammlung ausmacht. Doch ist dabei nicht ausser Acht 
zu lassen, dass in der angegebenen Beziehung die Grenze sowohl gegen 
das gewöhnliche Handwerk als gegen die vollendet freie Kunst nicht immer 
mit Sicherheit zu ziehen sein kann; dass Manches von Gegenständen des 
Handwerkes, bei denen nicht sowohl die Form als vielmehr die Ueberwin- 
dung technischer Schwierigkeiten die Hauptsache ist, Manches von selb- 
ständigen Kunstarheiten, in deren technischer Behandlung allein ein näherer.
        

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