Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1489535
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Schlosskirche zu Quedlinburg etc. 
sind und ein palmetten-artiges Blattwerk zwischen sich enthalten (unge- 
gäfglf Flim Charäkteildes (irnanÄäntes auf apulischen Vasen,  also wieder 
ormen es assisc en terthums ve andt. D'e Zeichnung d" 
Verzierungen ist gut, die Schleifarbeit abedviioch )ziemiich ungeschickiesf 
Das dritte Gefäss (No.  von bedeutender Grösse und Stärke, hat wie- 
derum die Gestalt eines Flacons; doch ist dieselbe hier noch reicher aus- 
 gebildet, indem die Seiten desselben in der 
Gestalt zweier, nach auswärts sitzender Vögel 
m. (verrnuthhch Falken mit der Kappe) ausge- 
_'1 schliffen sind. Von dem einen dieser Vögel 
ä ist der Schnabel, sowie auch Einiges von dem 
w;  unteren Theile des Gefasses, abgebrochen. Die 
lßä in demselben aufbewahrten Reliquien (darun- 
grl, 537g, ter auch ein Tropfen Milch von der Jungfrau 
'r V17 v I"! Maria) befinden sich in drei eingebohrten Höh- 
  KQJ lulägtälnt kDie äläerpte Elinfaäsung ist äpaifter 
 r  9st" un a eine c n ; aier ie ausgesc i 'e- 
 6 nen Verzierungen, deren Detail denen des 
 i  Ji  ebengenannten Gefässes vollkommen entspricht. 
l P7  5- bei deuten mit Bestimmtheit auf eine gleichzeitige 
  ("tä   Ausführung. Auch an sich sind die Gefässe 
v l 3 321 f wegen der seltenen Grösse der Bergkrystalle, 
l t  1 aus denen sie gearbeitet sind, kostbar und 
 i  merkwürdig.  Wir haben in diesen drei 
A;  Flaschen somit sehr interessante Ueberreste 
Wx 71 aus der Zeit Ott0's III., und in ihnen, wie 
F xwä 5 v; es scheint, wichtige Zeugnisse für den orna- 
 X (wie mentrstischen Styl lIl den Sculpturen dieser 
Vs," Periode. 
Eine Rcliquientafel (N0.  von nicht bedeutender Grösse; VQn 
Holz, mit Silberblech überzogen. Auf der Vorderseite, wo die Reliquien 
eingelassen sind und olfen daliegen, ist das Bleclnvergoldet und mit In- 
schriften veräelgeln, ävelche Pdierajiifbewalhrten äleilljigthümer namhaft m3- 
c ien: es sin o gen e: au 1 pos 0 1.  ) e sepulcro DQminL  
3) Johannis Bapt1stae.- 4) De loco nativitatis.  5) De ligno Dßmini  
6) De monte Calvariae.  7) Thomae Ap.  8) De sepulcro S. ltlamw  
9) S. Bartholomaei Ap.  10) Stephanl Prothomartyris.  11) S. Andreae 
Ap.  12) (_l_aro et os Georgii.  1.3) Caro ltflartinpi.  lfl) S. Nicolai Ep_  
15) S. Blasu Ep.  16) S. Margarethae.  1x) Manae Magdalenae.  
18) Danielis.  Die Platte der Rückseite ist mit Relief-Verzierungen ver- 
sehen: Maria mit dem Kinde in einer Rosette und sechs Brustbilder von- 
Engeln; dazwischen zierliche Blätterstreifen im Charakter der spätest by- 
zantinischen Zeit. Die Arbeit hat insofern ein besonderes Interesse, als 
man deutlich sieht, dass das Einzelne hier mit Formen geprä t ist. 
Ein Crucifix (N0. 10.) von Holz, mit vergoldetem Silbegrblech über- 
zogen. Die an demselben befindliche, frei ausgearbeitete Figur des Chri- 
stus ist im byzantinischen Style gebildet. Ueber dem Crucifix noch ein 
kleineres Kreuz von Gold, in welchem eine Reliquie eingeschlossen ist, 
mit Filigran-Arbeit und Steinen verziert. 
Ein kleines Kreuz (N0. 16.) von Kupfer, ebenfalls zur Aufbewah- 
rung einer Reliquie bestimmt. An der Vorderseite desselben befindet sich
        

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