Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1489416
Ecke 
Altar 
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  Lissenen ist von vorzüglicher Schönheit 
  ä- und ganz im reinsten Geiste der Antike 
' f f" ß auswefülirb sie bestehen aus einem flachen 
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 n  Bande, welchem sich zu beiden Seiten 
Usenenpronl Wellen von höchst zart gesclrwungeuem 
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Profile anschliessen.  Der Giebel, der sich 
über den Nischen erhebt, ist unvollendet. Ein neu anfsetzendcs, erhöhtes 
Dachwerk beeinträchtigt wesentlich äen Eindräckdilfs Aeusserenllt lldies lälld 
ebenso die geringen Dimensionen es nnvo en e cn, vers  regen en 
Gebäudes lastsen den Vorüberreisenden nicht erwarten, dass hier: einer der 
edelsten und aninuthreichsten Punkte der deutschen Kunstgeschichte wer- 
borgen ist. Gegenwärtig dient der Chor als Kornscheune, die Unterkirche 
glücklicher Weise zu keinem ökonomischen Bedarf. 
Nachträgliche Bemerkungen. 
Vom J. 1851.  Ich habe die vorstehenden architekturgeschiehtlichen 
Untersuchungen einer nochmaligen sorglichen Prüfung unterzogen. Im Allgemeinen 
kann ich nicht sagen, dass die Ergebnisse derselben mit meinen seitdem ge- 
wonnenen Erfahrungen in einem besonderen Widerspruche ständen, Aber die 
frühe Zeit, in welche hienach ein Theil jener Gebäude zu setzen ist, nöthigt 
jedenfalls zur Vorsicht. Vielleicht ist bei jenen Untersuchungen,  wie es bei 
der Besitznahme eines wissenschaftlichen Gebietes zu Anfange der Fall zu sein 
pflegt,  etwas zu streng systematisch verfahren; vielleicht ist auf die stylistischen 
Gleichklänge bei dem einen und dem andern Gebäude oder Bautheile ein etwas 
zu entschiedenee Gewicht gelegt, sind die kleinenDiversionen, die durch zufällige 
Einflüsse bewirkt werden können, nicht überall hinreichend vorweg in Anrech- 
nung gebracht. Sehr entscheidend bleibt jene merkwürdige Bauveränderung der 
Kirche zu Drübeck aus der späteren Zeit des 12. Jahrhunderts, wonach die 
ursprüngliche Erbauung ihrer ältesten vorhandenen Bautheile ohne Zweifel in das 
11. Jahrhundert hinaufrückt. Es ist möglich, dass gleichwohl die Kirchen zu
        

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