Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1489303
äii 
i; 
lenbasis 
in der Luge. 
in letzterem aber mit kleinen spitzbogigeßn Arkaden ausgefüllt werden. 
Die Säulchen, welche diese kleinen Spitzbögen tragen, haben ebenfalls jenes 
einfache Blätterkapitäl, welches den frühesten gothischen Bauwerken eigen 
zu sein pflegt. 
5) Die Kirche von Kloster Huyseburg. 
Die erste Gründung der Kirche fällt in das Jahr 1080   Es ist 
eine Basilika mit einem Quersehiif, aber ohne eine Erhöhung des Chores, 
und einer späteren Entwickelung des Basilikenstyles angchürig. Sie ist, 
wie es scheint, im Inneren vollständig in ihrer ursprünglichen Gestalt er- 
halten, auch die einzige der sämmtlichen Basiliken dieser Gegend, welche 
nicht durch Priechen und dergleichen unpassende Einbauten moderner 
Zeit beeinträchtigt wird, indem sie noch gegenwärtig der Ausübung des 
katholischen Gottesdienstes bestimmt ist. 
Die grossen Schwibbögen in der Durehsehneidung des Kreuzes sind 
noch sämmtlich erhalten. Auffallend ist, dass der Chorraum (östlich vom 
Querschiile) eine grössere Tiefe hat, als man es gewöhnlich bei den Ba- 
siliken tindet, indem er die quadratische Grundform um ein Beträchtliehes 
überschreitet,  dass aber gleichwohl der Beginn jenes quadratischen Rau- 
mes auch hier durch vorspringende, mit einem Sehwibbogen verbundene 
Wandpfeiler, denen in der Durchsehneiduug des Kreuzes ganz gleich, be- 
 zeichnet wird. Doch scheint kein genügender Grund vor- 
y? handen, um dies als das Zeugniss einer stattgehabten Ver- 
f! änderungdes Baues anzunehmemvielmehr deuten die an diesen 
7 sämmtlichen Architekturtheilen angewandten Kämpfergesimse, 
W; f welche überall gleichmässig aus Platte, NVulst und iI0hlkehle, 
7 ff mitein Paar kleinen Plättchen als Zwischengliedern, bestehen, 
 auf eine gemeinsame Bauzeit hin. Auch ist zu bemerken, dass 
 eben dasselbe Gesirns bei den Pfeilern des Schiffes angewandt 
 ist und auch den Kapitälen der Säulen (hier nur bei einigen 
 noch durch ein Plättchen vermehrt) als Deckgesims dient, 
Kämpfergesims. und dass es (mit Ausnahme der Zwischenglieder) vollkom- 
Fritsch, -Gesch. v. 
Leuckfeld, Antiq. 
Quedlinb. I, 
Halberst. p. 
S. 302. 
476 sq. 
Erath 
Cod. 
dip]. Quedl.
        

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