Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1489274
608 
0120. 
Quedlinburg 
ZU 
Schlosskirche 
viereckigen Pfeiler (auf jeder Seite vier Säulen und der Pfeiler in der 
Mitte). Die Säulen haben attisehe Basen von guter Bildung, dßch ist der 
untere Pfühl ziemlich stark; bei den meisten von ihnen zieht sich von 
den Ecken der Plinthe eine einfache Eckverzierung über diesen Pfühl 
empor, das spätere charakteristische Blatt der byzantinischen Säulenbasen 
vordeutend. Die Kapitale haben der Mehrzahl nach die Form eines unten 
abgerundeten Würfels. Die auf der Südseite sind durchweg nur mit ein- 
fachen Verzierungen versehen, die auf der Nordseite dagegen sämmtlich 
ungleich reicher gebildet. Die Wiirfelkapitäle haben hier eine mehrfach 
gereifte Einfassung der Seitentläclaen, und einige dieser Reifen wenden sich 
nach einwärts in der Form wohlgeschwnngener Voluten; auch sorgfältig 
gearbeitetes Blattwerk in einer gewissen muschelartigen Bildung ist dabei, 
wiewohl nicht in starkem Relief, angewandt. Zwei Kapitale auf dieser Seite 
sind nicht würfelförmig, sondern mit stark ausladenden gezackten Blättern 
versehen; das eine mit zwei Reihen, das andre mit einer Reihe von Blät- 
tern, aus denen sich starke Voluten erheben. Auffallend ist die grosse 
Verschiedenheit, welche sich hier in der Bildung der Deckglieder an den 
Säulenkapitälen und den Pfeilern zeigt. Während einige aus einer Platte 
und schräger Schmiege (letztere mit Blätter- oder Rankenwerk geschmückt) 
bestehen, sind andre aus einer Platte und starkem gedrücktem Wulst (dieser 
mit jenem vertikalen Korbgetlecht) gebildet, wieder andre in einer ähn- 
lichen Hauptform, in der aber der Wulst wiederum in eine Reihe horizon- 
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( WYM 
auf der Nordseite 
im Srl
        

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