Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1489169
Anhang. 
Benachbarte Kirchen. 
Wester-Grö ningen. 
597 
führullg deuten auf eine sehr frühe Frbanun   
J gSZCII z 11 k   
sehr wahrscheinlich, dass wir in dieser kleinen Grlätkcirelliginmäßheä u 
einen Ueberrest aus der frühesten Zeit christlicher Kunstübun e? ämt 
sächsischen Landen besitzen. g m e" 
2) Die Kirche von 
(Jetzt Dorf Gröniugen, 
Kloster- oder Wester-Gröningen. 
bei dem Städtchen gleiches Namens.) 
Stiftungs-Urkunde vom 26. Mai des Jahres 936, durch welche Graf 
Siegfried dem Convente von Corvey zur Errichtung eines Klosters über- 
giebt: nhereditatem suam in pago Hardgo, in loco cujus vocabulum est 
Westergroningen sito juxta üuvium Bade: hoc est zpsanz eccleszeni cum 
Clericis, quos ibi proprios liabuit etc." Das Kloster von Westergroningen 
blieb. die Zeit seines Bestehens hindurch, dem Stifte von Corvey zugehorig; 
weitere Nachrichten über die Geschichte desselben sind nicht bekannt  
Ob die gegenwärtig vorhandene Kirche die in jener Urkunde angeführte 
sein möge, muss natürlich, in Ermangelung anderweitiger Zeugnisse, zweifel- 
haft sein; indess zeigt sie in den erhaltenen Theilen ihrer ursprünglichen 
Anlage, die durch die späteren Unbilden und Veranderungen, welche sie 
erlitten hat, nicht gänzlich vernichtet ist, mannigfache Motive, welche 
wenigstens an sich bereits auf ein beträchtlich hohes Alter zurückdeutem 
Zu bemerken ist, dass die Details dieser ursprünglichen Anlage den roheren 
Theilen der Schlosskirehe von Quedlinburg verwandt und einige der vor- 
züglichst charakteristischen Ornamente beiden gemein sind. 
Die Kirche war eine Basilika mit einem Querschiif auf der Ostseite 
Dic Seitenschiffe sind gegenwärtig nicht mehr vorhanden und die Bogen- 
stellungen, welche dieselben mit dem Mittelschiff verbanden, vermauert, so 
jedoch, dass zwischen den Bögen verschieden gestaltete Fenster offen ge- 
lassen sind. Die Fenster in den oberen Wänden des Mittelschiiies sind 
ebenfalls verrnauert. Auch die Altarnisohen am Chor und an den Kreuz- 
tlügeln sind. abgerissen und vermauert, und nur von der des südlichen 
Kreuzflügels bemerkt man im Inneren noch die Spur. Die Kirche hatte 
keinen hohen Chor, somit otfene Zugänge von den Seitenschitfen zu den 
Kreuzflügeln, welche letzteren zwar wiederum vermauert, doch im Inneren 
noch deutlich erkennbar sind. Ueber der Durchsclineidung des Kreuzes 
erhebt sich ein achteckiger Thurm. Zur Unterstützung desselben sind die 
Kreuzpfeiler und die Schwibbögen, welche diese verbinden, neuerdings 
beträchtlich verstärkt werden (sie haben ein modern griechisches Kämpfer- 
gesims); doch bemerkt man in den Ecken noch die ursprünglichen Wand- 
pfeiler des Kreuzes mit ihren Kämpfern, sowie auch die von ihnen getra- 
genen, etwas vorspringenden Bögen. 
In den Bogenstellungen des Schiffes wechseln zwei Säulen mit einem 
Pfeiler (auf jeder Seite nur vier Säulen, und ein Pfeiler in der Mitte). 
Die auf der südlichen Seite sind so vermauert, dass die Formen nicht mehr 
mit hinlänglicher Deutlichkeit zu erkennen sind; die auf der Ner-dseite 
1    
) Vergl. u. 21.. Leuckfeld Antl ultates G   
Wigand, Corvey S. 138.  Die Urläuudenqvon Klostxngigäzgxsiefah 
Ourvey gekommen sein. g 
S. 165 1T. 
sollen nach
        

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