Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1488742
Das 
Oberkirche. 
der 
Innere 
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Knnstwnl-ken an, von denen weiter unten Sie äiede sein wirdnund in denen 
sich der Schwung einer eigenthunililcth e Yßilthlgclklllldtlfälätldlß allgemeine 
deutsche Kulturgeschißhie Sehr beac cnwer an uns m z" erkennen 
glebthus dem Mittelschiff führen zweiq Tfeliäßhil ärerln bceldräurtlcgndlerdllöhe zu 
dem hohen Chore CIIIPOV Zmschen 1 m?  n  S1 .1 ' .0 1 gegem 
    elche zur Verbindung mit der Unterkirche dient, 
nyamg praktikable r-rh-ur, Wd er Zeit ausgeführte Kanzel (el angebracht ist. 
und über Welcher-dm 1113110 FmWescntlichVen noch der alten Bauanlage an. 
Das Querschuf gohortfm M' t l -h'fl" durchschneiden waren grosse 
Im Kreuz, wo sich Qllßßchüf und n e SL .1.  , 
   und zum gegenseitigen Zusammenhalt des ganzen 
Bogen zur Velblndung  d W d f ilern etravcn Von 
Gebäudes aufgeführt und von vorSpYlngen en a? p e g  ö   
   noch der westliche und der ostliche er- 
diesen Bögen haben sich aber nur     
  der Südllßhe sind nicht mehr vorhanden, obgleich 
himieil; (der noidhche lllllfgnd feiler noch unversehrt dastehen. Das Kämpfer- 
Sleßur Sl-e bestmämtexi) teht Pivie schon oben bemerkt, aus einer Platte und 
beslms dlew Efeu" es '  l'ch wie im Mittelschiff so auch an 
Schräger Sßhmlßge und war urßPumg  s 1" ft s no n eeenwärti 
den Wänden des Querschilfes umhergßfuhft O an e. C g ö g 
durch die Nische des südlichen Krelütlllläqlsv WO eäldl? Halbliupgtel där- 
selben unterwärts begränzt. Dies Gesims _1st mit ro älrlggmflsße {In f- 
namenten versehen, welche sich aus vertiefteln GT1lTl_ef( äls "D39 jener 
uranfänglighen Weise, wie die koilanaglyphischen Rehe s er agyptischcn 
Kunst) erheben und aus Blattwerk, Bandverschlingungen und Vogelgestal- 
ten bestehen. Sie entsprechen ganz Jenen Ornamenten, mit welchen das 
Dachgesims am Aeussercn der Kirche verziert ist.  
Beide Flügel des Querschiifes werden von dem mittleren Raume des- 
selben durch nicht hohe NVände abgetrennt. Die nördliche Wand (qr) be- 
sitzt eincn, wie es scheint, reichen Schmuck von Reliefs, welcher gegen- 
wärtig durch Kalk oder Stuck verschmiert ist, dessen Spuren man Jedoch 
noch hinter einem, vor dieser Wand angebrachten hölzernen Gestühle be- 
merken kann. Wie sich aus diesen Spuren und aus dem verschiedenartigen 
Schall vermuthen lässt, den die Wand, wenn man über sie hinklopft, V01! 
sich giebt, so scheint diese Verzierung durch ein Rahmen-artiges'l'äfelwerk 
in verschiedene tiefere Felder gesondert zu sein. Auch die südliche Wand 
scheint einen ähnlichen Schmuck unter dem gegenwärtig vorhandenen Au- 
putz zu besitzen. 
Der südliche Kreuztlügel bildet eine eigne geräumige Kapelle. Die 
Fenster an der Südwand desselben sind neueren Ursprungs, ebenso, wie cs 
scheint, die Thür  welche diesen Flügel mit den anstossenden Priechcn 
verbindet. Sehr interessant ist dagegen das Fenster, welches sich hier in 
der Nische über dem Altar (b) befindet. Es ist von einer verhältnissmässig 
nicht unbedeutenden Weite der Oeffnung, nach aussen zu mit einem Halb- 
kreisbogen überwölbt, welcher jedoch nach innen in die Form eines Spitz- 
bogcns übergeht. Hier, an der inneren Seite, ist es mit schlanken Säulchen, 
die mit gewundenen Reifen geschmückt sind, versehen. Dies Fenster dürfte 
demnach in die Periode des Ueberganges aus dem byzantinischen in den 
gothischen Styl gehören und als ein sonderbares Beispiel solchen Ueber- 
ganges Beachtung verdienen. 
Der nördliche Kreuzflügel hat in seinem inneren Raume eine abweichende 
Einrichtung. Er wird, in der Höhe der genannten Wand, die ihn von dem 
lrlittclraume arbsondert, durch zwei niedrige Gemächer ausgefüllt, über denen
        

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