Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1488643
Das 
Innere. 
der 
oder 
Unterkirche 
des 
alten 
Münsters. 
547 
Ausbau (AB und CD) entSPTeche" Poch gegenwärtig genau de" Altar" 
nischen des Querschjßes der Oberkirclhc. Der Hauptrauin der Unter- 
cnts r ßnd Halbsliu en in   Hwainen 
angdyoifidiiät sind und denen sieh, gegen xgaätlläestlähe E1316 Älill, einige 
viereckige Pfeiler zugßsellen- E1"? Stufe G1 f h 6T], 331m 9' "amlsches 
zwei Stufen, die Mitte der Uiiterkirche dllffllsß nenerä , ifeffllßlldßn, dem 
eigentlichen Gottesdienste gewidmeten Raum von ein minder heiligen 
Vorraume, sowie wiederum die iäiifbaliten auf dPP Sud- und Nordseite 
durch eine Stufe erhöht sind. Die Lug-enge z" dlesen Aflsbaute" Wfirdß" 
durch Bogenstellungen von starken Pfcilermassen und Saulen viermittelt, 
Einfache Kreuzgewölbe, ohne Gurtbbgen und Rippen, bedecken die Raume 
der Unterkirehe. Das zierliche Portal  Welches gegenwamg Vfm) 5011105?- 
hofe in die Unterkirche hineinführf, hab 591"? Gestalt_ zur äelt des gothl" 
sehen Ueberbaues erhalten; eben so die beldän Üäßilgevlliollltili Fenster 
mit gothiscllem Stabwerk (in und n), welche zu en. Oltßäl ei tarnische 
bßßndhch sind, Sie sind in spaterer _Zeit veimaueit wor eii, so wie auch 
das kreisrunde Fenster in der nltarnische selbst, welches der urspriing- 
liehen Anlage anzugehören scheint. Jenem_gothischen_Portale gegeniibcr 
(bei k) sieht man die Spuren einer älteren  1m Halbkrelsbogen uberwolb- 
ten Thür, welche bereits zur Zeit des gotliischeliÜlllballes VFYmauCTt, lllld 
von der es nicht zu bestimmen ist, 0b sie ins P1016, oder in anstossende 
Gebäude des Stiftes geführt hat.    
Das vorzüglicliste Interesse erwecken die in der Unterkirche befind- 
lichen Säulen und Halbsänlen. Ihre Schäfte sind der Mehrzahl nach rund, 
nur einige wenige achteckig. Ihre Basen sind von attischer Form, S0 
zwar, dass der untere Pfühl bedeutend stärker ist, als 
y; der obere, im Allgemeinen jedoch von einem guten Ver- 
Z hältniss und von einem lebendigen Schwiinge in den 
 Linien des Proliles. Die Kapitäle sind sehr mannig- 
 faltig gebildet, grössereii Tlicils mit einem Blätterschniuck 
47 nach Art des korinthischen Kapitäles, nur wenige von 
 der bekannten Form des unten abgerundeten Würfels 
 und mit verschiedenem Ornament versehen, eins mit 
 b svorrgfältiggeäiäbeäetenxäglgrräilein andres alufphäntasgsclie 
 w "      bcr 
  
 Kreuzgewölbe), welches wiederum zumeist aus mannig- 
K  fach wechselnden Gliedern zusammengesetzt und un- 
 streitig als eine Erinnerung aii das antike (horizontale) 
yßffßjäß" Gebälk, dessen Gesimse hier im engen Raume zusam- 
 mengezogen erscheinen, zu betrachten ist. Als Haupt- 
Bms d"  form findet sich unter den Gliedern dieser Gesimse ein 
stark ausgebauchtes Karnies oder eine Hohlkehle mit gercifteni Stube; eine 
starke Platte krönt überall das Ganze. In mehreren Fällen jedoch ist die 
Composition dieser Glieder einfacher gehalten und besteht nur aus einer 
Platte und schräger Schmiege, wird dann aber durch reicheres Blätterorna- 
ment wiederum mehr belebt. Die Sculptur des Ornamentcs an den Kapi- 
täleil und Deckgesimsen ist in verschiedener Art durchgeführt,  eines 
Tlicils nämlich in jener einfachsten, uranfängliclisten Weise, welche kaum 
anders, als eine SCLllpi-lfiß Zeichnung zu bezeichnen sein dürfte, indem die.
        

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