Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1486826
[Jiebreiz zu geben wusste, der das unbedeiitendste ornamentistische Medaillon 
mit der anmuthjgsign Composition ausgefüllt hat. Ich war in Gesellschaft 
eines Malers zufäiiig liieher gerathen, und da in der inneren Kirche gerade 
die Ilora vorüber war und darin gefegt und gcschenf" "Vflrdeß so benutzten 
wir die Gelegenheit und machten 'uns_ schäelhaliistleicilinän. hlch hatt; 
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glückluälfg? fvelsl: OESgISIÄiigJ-lleä i (E? tgblgllilttlllienlqähferll; esllläldr üblidjgeii smbälasrdicts 
eben a w": m" H. in Ümriqsen herausgegeben, in seiner Scuola dz" Leonardo 
dumämänaga 1  {er die vrossen und sehr gerühmten mehr histo- 
clla Vmcz 212 Lombarctza. L1 _ni.s yub Lugano und Summ) mögen diese noch 
"Sehe." Fresyomalellclen ulNgchdälellt man in manchen andren Kirchen 
an .w "m Pbertreüen- k-malereien von Bernardino Luini; so ein schönes 
Mallmids (ämzeine Ffesiaiseiien Kapelle von S. Maria del Carmine, ein 
 lSn (älgfilüx Sl Palazzo u. s. w. Auch Manches und Bedeutendes 
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von seiner Hand befindet sich hier im Privatbesitz.   y 
Mit Bernardindlinini iitf wieoeä fällig  lllfgniägizlä 
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 Äiiloifdciiäiiähdgs Ganzen, im Stylg der Gewaädunä lin tieigFaräeg 
    0'  fave des Lnini. ies r. ei erge en 1 
aneihifit ihledäingrgfdnbüiliidliäibnb Fresken. Die dortigen Oelbilder sind 
aurnuthiger, besonders das Bild der drei Erzengel, welche den Satan stur- 
zen: die Gestalten sind hier nicht bedeutend, aber immer liebenswürdig 
und, die Köpfe von schönem leonardeskem Ausdrucke.  Boltraffio hat 
etwas mehr Kaltes in der Farbe; unter den Bildern, die ich von ihin 
gesehen habe, schienen mir besonders zwei Köpfe, des Christus und .dei' 
Maria, in der Ambrosiana befindlich, wegen ihres schönen, milden Ans- 
druckcs bcmerkensiverth.  Was dem eben Genannten in der Farbe fehlt, 
hat ein andrer Schüler, Andrea Salaino, wie es scheint, zu viel. Sein 
Johannes der Üläufer, ebenfalls in der Ambrosiana, ist eine zarte jugend; 
liche Fi ur von röthlichem Schmelz in der Farbe und von süssem uni 
weichemgAusdrucke. Es ist ein Brustbild, gegen den Beschauer geiivandi? 
er weist mit der Hand in die Höhe; unter Leonardds Namen zeigt man 
Wiederholungen desselben zu Paris, Genua und Florenz. luin Genialde 
von ähnlicher Dimension, welches. sich im Schlosse zu Berlin unter den 
zurückgestellten Bildern der Solly sehen Sammlung betindet, kam inir bei 
Betrachtung dieses Bildes lebhaft in (heErmnerung zurück: es ist dort 
dieseibe Glut, dieselbe Weichheit und Siissigkeit der Farbe. wie in dem 
Mailänder Bilde. Jenes stellt die heilige Z0; dar, värelche an ihreiigsfäionen 
ird.  lin an res grösseres 1 von 
213"? en ääzgää S21? (jizigeäzi-lngfäaiveinebllladonna mit dem Kinde, welches 
ägnänlllgih en Petrus die Schlüssel reicht, während Paulus daneben steht. 
Die Compgositjon des Q-änzen ist von leichter Bewegung, fast nach Art des 
Leonardo. Leider War-aß Bild sehr nachgednnkelt und an ungünstiger 
Stelle aufgehängt  Von Cesare da Sesto ist in der eAmbrosiana ein 
kleines Brustbild des jugendlichen Heilandes verhandeneeein.hochsnzartes, 
 7 d einfaches Gemälde; auch dies in ahnlich rothlichem Kolorit. 
min es .u.n   us von demselben Künstler, ebendort, ist schwach. 
Em helhg?" 181.0")? dass Leonardo und seine Mailänder Schule in ihrer 
 Icllbni uberiugejidun gewiss in einem nicht unwesentlichen ver- 
elgenthumhqhin giseihältnziässe zu den früheren Schulen des Ortes gestan- 
dvgililtlitäägiliftliihderäass {durch ein gründliches Studium der letzteren erst sich 
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