Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1486703
III. 
Bestätigungen 
355 
immer die schätzbarsten Anregungen zu cigner Gedankenarbeit. Und wenn 
der Verfasser uns, ausser der rothen Farbe an Architekturen und piecht- 
und Webearbeiten, der Position gemäss, die er äusserlich genommen, noch 
weiter von Roth unterhält, so bleibt es in unserm Belieben, das zu über- 
sehen oder uns, wenn die Stunde kommen sollte,  zu wehren 
Bei beiden Werken kommt es in der That darauf an, ob und Wieweit 
sie meine Gründe dafür, dass die griechische Architektur in der Blüthezeit 
der Kunst in der Hauptmasse farblos erschienen sei, widerlegt habelLlBeide 
beginnen, Hittorff ausführlicher, Semper in kürzerer Uebersicht, mit der 
Reihenfolge minder erheblicher Anführungen aus alten Schriftstellern, mit 
denen ich meine Schrift eingeleitet hatte. Ich will sehr gern gestehen, dass 
ich gesammelt hatte, was mir damals in Bezug auf den Gegenstand eben 
aufgefallen war, dass darunter manches Unerhebliche ist und dass die von 
mir angeführten Stellen der alten Autoren manches Mal eine Auffassung 
Von verschiedenen Standpunkten gestatten. Ich gebe zu, dass ich Hitterü" 
Was er mir zum Vorwurf macht, in seiner Aeusserung über den grünentl 
und den nrothcn" Gerichtshof von Athen vielleicht eine etwas ivu weite 
Schlussfolgerung zugeschrieben habe, verlange aber auch, dass meine Gegner 
illälmeäne Worte nicht mehr hineinlegen, als von mir geschehen. Ich bemerke 
licäst äisivlcälääläläglgngfälvrlilseillhlän, Jene Ausdrücke der alten Autoren thun- 
weg ebenso verfahren: Ich {indeagn Elcgitciigeä], daäs- meäne 96g?" durdh 
Semper (S. 49) bei Besprechung der bekannten gläsll led e; Pan lät, Wen-n 
Goldfaden, die im Jupitertempel zu Cyzieus fein ewßie ä? fllnius über dig 
Zwischen den Steinfugen nerglänzten," aus der mdteria Kizaütnstlan Hazlreu 
des alten Autors ein Durchschimmern dieser "zarten Fäden dnslimczljfa 
F arbenüberzug macht. Ich glaube, dass es die Sache wcni fördlelfn (illflden 
wenn ich in einen neuen Streit über all diese Punkte eingähen hiervbtl E? 
nacllgeben- (1011 Illicll Veftheidieen, an einer dritten Stelle nochlweiter ilvbel- 
meine damalige Schlussfolgerung hinausvehen wollte. Können [meine Gcvner 
äälgäiäiggggätzäsärßälllfegveiSe beibringen? so müssen diese siegen; trittbder 
für mich mit ins Gewilälütsioalwiretgden Jene Stellen immer, mehr oder weniger, 
Es handelt       
über das Prytansdicdlnbdlildertlldhl lldltlrllft Iäliugläliilds aillenllisielßljviilgähfl) 
S0 schlagend schien, dass ich bei Abfassung meiner- Scnrift in Weiche? iä; 
Sie aufführte, gar nicht darauf verfiel, mögliche Bedenken da-regen zu 
ßfsinnen und diese im Voraus zu beseitigen. Ich hielt es auch bdurchaug 
lllcht für nöthig. die ganze beiläufige Begebenheit, die Herodot dabei erzählt. 
llechzuschreiben; was jetzt freilich Hrn. Semper, der so wenig wie Hn 
Hittorii" den Punkt, um den es sich hiebei allein handelt, trotz meiner aus- 
llrücklichen Hinweisnng bemerkt zu haben scheint, veranlasst, mir in seiner 
eigenthümlichen Stimmung eine „pz'a fraus" zuzuschreiben. Beide Gönner 
haben umständliche Erklärungen der Stelle zur Begünstigung ihrer Ansieht 
gegeben. Ich muss nun schon noch einmal, und etwas ausführlicher, darauf 
Zllrückkommen. Die Pythia hatte den Siphniern das Orakel gegeben; 
Wenn einst weiss in Siphnos das Prytaneion erscheinet, 
Weiss der Markt aussieht: dann thut ein verständiger Mann noth, 
Der vor dem hölzernen Feind euch warnt und dem röthlichen Herold. 
das 
aber 
Als 
Orakel in 
Erfüllung gingv 
TNRTEI] 
Herodot 
wi e 
zur Erklä;
        

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