Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1486445
Nachträge. 
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Tri l hen zu weni Gewicht gelegt habe. Die seitdem hiiizugetreteiien 
verägärten Nachrichäan über das Vorhandensein blauer Farbe an den wirk- 
liehen Triglyphen geben auch wohl dieser Stelle einegrossere läedentung. 
Zugleich dürfte hiebei auf eine Stelle Jener rnerkwiirdigen Inschrift, welche 
sich auf die "berühmte Skeuothek dej-Phllüll im Piraeus bezieht und welche 
von BOSS im Kungtblatt 1836, _No.  z  bekannt gemacht und besprochen 
ist, hinzudeuten sein. Hier wird namlich, unter  vom läiu deii Skeuo- 
thek Zurückgebliebßllell Gegenstanden, aucli ein io zg-när äreinp T! eänflr 
liehufs der Bemalung gefertigten rfl-iglyphe Lb-fvert u iic ein alle t, 
wonach die Bemalfng und (1333; jfllseäßihiäiänääciä EIÄÄEEE üiß; 
Die Schlussfo gerung, 1 . 
das VOII den Siphniem ertheme Orakel gezPgen (Iltäeroir lelrlbaauitvbrgäfis 
nämlich, was in Griechenland aus edelrn weisslein arm hat Walz durcl; 
auch im Aemsere" "vesemnch 318 wem eisß denegaiiilzinias (VII 22 4) 
Anführung des Berichtes zu entkraftcn 895m? "i en G" bmal bei limä; in 
über ein aus vweissem Swing (Mfifmor) ermgtejws brändlich waren Ich 
Achaja macht, an welchem Gemalde von icias e_ "Jbenen A-Ilsicht 
sehe indess in diesem Berichte Nichts, was der von mir gegc inen farbi e 
widerspräche; das Marmorgrabmal hatte hienach keinesviläge? e 1' 31" 
Anstrich; die Gemälde an demselben (wir erfahren nic einma ,ban we'- 
cher Stelle und in welcher Ausdehnung sie SlCh fwrfafldell) lwflfen esondlß 
bildliche Kunstwerke, die mit einer polychromatlsChßll ATC 139km? 911'311 
Nichts zu schaffen haben konnten.   
 Ueber die Farbenreste an architektonischen Monumentcn 
sind seit dem Erscheinen meiner Schrift mannigfache neuere Mittheilungen 
gegeben. Zunächst über die der Denkmäler von Athen, namentlich durch 
H. Herrmann (in der Allg. Bauzeitung, 1836, N0. 11).  
Hienach waren am Theseustempel der Grund des Giebelfeldes und 
der Grund der Metopen dunkelbräunlich roth, so auch das hlattchen unter 
der Hängeplattc und die Tropfen an den Dielenköpfen, wie die an dem 
Bändchen unterhalb der Triglyphen (die Tropfen doch von etwas hellerelll 
Roth); die Triglyphen dagegen, die Dielenköpfe und das Bandchen unter 
den Triglyphen (am Architrav) waren blau. Der Grund des inneren, 1111i 
fortlaufenden Reliefs versehenen Frieses dagegen war nicht roth, sonder", 
wie auch schon durch verschiedene andere Berichterstatter angegeben, blau; 
der AI-chjtI-av unter diesem Friese ist wohl wieder ungemalt, odertin 811103: 
Sghr blassen bräunlich i-othen Ton, anzunehmen, Warum daä-lcäz eräsesrzge 
Herrmann nicht 2). Das Balkenwerk der Kassetten Swar ro ÄllefbrGesimse 
Grund desselben azurblau mit roth und goldigen hlernend Gliedes und 
Voll Eßhilllls- Odef Wenenformi von der (lies? ü ersjä häiliajgn Anten und 
des Rundswbßs: an der Kasäettlmnä an eriliseiläühellllcdänl Weise mit Eier- 
Hängelllanen Waren in der dlesen Form-BH nderlhbstechenden Farben gemalt- 
stäbem Blättern, Perlerd in FcheiIe-afnväxdsfdihrigen auch mit dem Mäanderb-Orna: 
  inn 
22153? ierAliizitfälelänwael-Iän im J. 1835 (nach der Mittheiliing von Ross, im 
1) Hagoiösßypa gülwov 1179  1179 äynuüasmg.  2) Von Quast, 
in seiner deutschen Ausgabe des Ereehtheions von Inwood, Abth. II, Taf. VI., 
Stellt die Farbe dieses Arehitravs, der schon in meiner vorstehenden Schrift 
angegebenen Andeutung Schauberüs folgend, als dllnkelbraunroth dar. Die übri- 
gen, auf dieser Tafel gegebenen polychromen Darstellungen folgen zum Theil den 
Angaben Ilerrmanrfs und stimmen im Wesentlichen mit diesen überein.
        

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