Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1485415
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Berichte und 
Kritiken 
nicht ohne Glück durchgeführte Nerbindung des Bogens mit der Säule in 
ihren vcrschiednen Weisen darstellten, das überlassen wir dem Ermessen 
und dem praktischen Vorgange der Architekten unserer Zeit. 
Sechs der schönsten und seltensten Holzschnitte von Albrecht Dürer 
in originalscitigen treuen Kopien mit der Feder auf Stein gezeichnet von 
August Küntzel in Berlin. Gedruckt in der lithographischen Anstalt 
 von F. Storch. 
(Museum, 
1833, No. 
Unter diesem Titel wird in Kurzem die erste Lieferung eines Werkes 
erscheinen, auf welches wir die Freunde der älteren deutschen Kunst, 
insbesondere jenes grossen fränkischen Meisters, aufmerksam machen. 
Herr A. Küntzel hat schon in früheren Blättern, namentlich in einem 
Johannes nach Dominichino und einem Portrait Melanchthonls nach Lucas 
Cranach, ein bedeutendes Talent für die Zeichnung mit der Feder auf Stein 
entwickelt; die zartesten Schraffirungen, besonders in den Fleischpartieen 
des letztgenannten Portraits, sind mit gleicher Sicherheit, Freiheit und Rein- 
heit geführt, wie die in den Gewändern, welche durch die stärksten Striche 
gebildet werden. Die Arbeit wetteifort mit dem Kupferstich. Doch dünkt 
uns, hat ein solcher Wetteifer hier mehr den Zweck, zu zeigen, was in 
dieser Art der Vervielfältigung zu leisten sei, als dieselbe wirklich mit dem 
Kupferstich auf gleicher Höhe fortzuführen; letzterer wird immer, zum 
wenigsten durch die grössere Menge technischer Mittel, die ihm zu Gebote 
stehen, der Federzeichnung überlegen bleiben. Treftlich aber eignet sich die- 
selbe zur Nachahmung der Holzschnitte jener älteren Meister und der gleich- 
zeitigen, dem Holzschnitt verwandten Federzeichnungen; die von Strixner 
nachgebildeten Randzeichnungen Dürer's, deren Originale sich in der 
Münchner Bibliothek befinden, bestätigen dies auf's Bestimmteste. 
Noch mehr die uns vorliegenden Blätter des in der Ueberschrift genannten 
Werkes. Was dessen Inhalt betrifft, so wird dasselbe aus folgenden Blät- 
tern bestehen. 
Erste Lieferung. 
1) Brustbild des Kaisers Maximilian I. Gross Folio. (Nach einem, bis jetzt 
noch von keinem Schriftsteller beschriebenen Original-Holzschnitte von 
A. Dürer. Mit Bartsch N0. 154 nicht zu verwechseln.) 
2) Triumphwagen des Kaisers Maximilian I. Aus acht zum Aneinandersetzen 
bestimmten Gross-Folio-Blättern bestehend. (Kopie nach der ersten Aus- 
gabe von 1522, mit deutscher Erklärungsschrift. Bartsch, Peintre-graveur, 
N0. 138.) 
3) St. Christoph durch das Wasser sehreitend. 1525. Gross Folio. (Bartsch 
N0. 105.) 
Zweijfe Lieferung. 
4) Brusthild des Ulrich Varnbüler. 1522. Gross Folio. (Bartsch, N0, 
5) Die heilige Dreieinigkeit. 1511. Gross Folio. (Bartsch, N0. 122.) 
1550
        

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