Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1485146
die römisch-christlichen Bausysteme. 
Ueber 
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zwar im gedrückten Halbkreise; dieser Theil ist, seiner Grundform ent- 
sprechend, durch eine Halbkuppel (ofa w; 621.111 ärprg] bedeckt, welche 
eines Theils auf zweien jener grossen Pfeiler ruht (und sich dem über 
ihnen befindlichen grossen Bogen anschliesst), anderen Theils auf zwei klei- 
neren Pfeilern, welche vor den Seiten der Tribune stehen. Letztere sind 
wiederum durch einen Bogen (ävwg) verbunden (welcher einen halbrunden 
Einschnitt in die genannte Halbkuppel macht) und an welchen endlich die 
kleinere Halbkuppel (nöyza) der Tribune (äipzg) lehnt. Zwischen den 
kleineren und den grösseren Pfeilern befinden sich, auf beiden Seiten der 
'l'ribunc, kleinere, der Tribune ähnliche Nischen (uöyya), gleißll jener 
bedeckt mit halbem Kuppelgewölbe, welches ebenfalls einen halbrunden 
Einschnitt in die grössere I-lalbkuppel macht. Das Gewölbe dieser Nischen 
ruht aber nicht, wie das der Tribune, auf Mauern, sondern auf je 2 über 
einander befindlichen Säulen-Arkaden; die unteren dieser Arkaden bestehen 
aus je 2, die oberen aus je 6 Säulen.  Auf gleiche Weise ist der gegen- 
über liegende westliche Raum angeordnet; nur fehlt hier am Schluss die 
halbrunde Vorlage der Tribune. Statt deren schliesst das hier befindliche 
Hauptportal den Raum gerade ab, so wie ein grosses, im HfllbkTeis übel" 
wölbtes, durch 2 Säulen-in 3 Theile gesondertes Fenster statt der Halb- 
kuppel der Tribune erscheint. Auf der Nord- und Südseite wird der Raum 
unter den grossen Bögen, welche die Kuppel tragen, durch eine gerade 
Wand geschlossen, die auf 2 übereinander befindlichen Säulen-Arkaden 
ruht; die unteren Arkaden bestehen aus je 4, die oberen kleineren aus je 
6 Säulen. Auf diese Weise bildet sich zwischen Portal und Tribune ein 
Mittelschiff von zum Theil beträchtlicher Breite, in der Mitte von jener 
grossen Kuppel überwölbt.  An der Nord- und Südseite desselben befin- 
den sich die schmaleren niedrigen Seitenschitfe (Uwovau, portables), deren 
jedes durch die Pfeiler und ihre Wider-lagen (zwischen welchen ein breiter 
Durchgang befindlich) in 3 Räume gesondert wird. Die einzelnen Räume 
sind gewinnt, die Gewölbe ruhen aufje vier Säulen.  An der Westseite 
endlich, in der ganzen Breite des Gebäudes, ist eine schmale innere Vor- 
halle (Noigüvyg, ngövaoc), welche mit den genannten Räumen durch 7 Thüren 
in Verbindung steht.  Uebcr den Seitenräumen und über der Vorhalle 
befindet sich eine Gallerie (iivrgsggou, porticus superior). Sie öffnet sich 
nach innen zu durch die oberen Arkaden in den Seiten des Mittelraumes, 
durch die oberen Arkaden in den, neben der Tribune und dem Eingange 
befindlichen Nischen, so wie durch die aus 2 Säulen bestehende Arkade 
über dem Eingunge. Ueberall sind Brüstungen (plutei) zwischen den 
Säulen angebracht. Die Gallerie istgcwölbt, in den Eckräumven mit Kup- 
peln; die Gewölbe werden, nie in den unteren Eckräurnen, durch Säulen 
gestützt. Man gelangt von ausserhalb in diese Gallone durch Treppen 
tuozlias): Welche in den Widerlagen der Pfeiler angebracht sind.  Ueber 
denjenigen Theilen der Gallerie, Welghe smh nach dem mimßTen, unter 
der Hauptkuppel befindlichen Raume oifnerrr mündet sich, zwischen den 
grossen Bögen, eine zweite kleinere Gallerie, durch eine Arkade von 6 
Pfeilern gebildet. Dic Mauer über dleser Gallerie bis zum Gipfel des 
Bogens enthält auf jeder Seite 2 Reihen, im Halbkreis übcrwiilbtcr Fenster, 
in der oberen Reihe je 5, in der unterenje 7. Die Kuppel ist nach unten 
zu mit einem Kranz von 24 (nach Gyllius von 40) Fenstern durchbrochen; 
unm- (lnn Fenstern, am Grundkrcise der Kuppel, läuft eine von Cnljsnjef, 
getragene (änllerie hin. ln den Halbkuppcln, welche sich zu beiden Sein-n
        

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