Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1484405
llI, 
Reiseblätter vom Jahr 
1832. 
127 
Frauenkirche merkwürdig. Sie enthält in ihrem Innern ein seltsames, 
aber consequentes Gemisch von Rundbogen und jenem ersten massigen 
Spitzbogen. Indess entdeckt man bei einer näheren Betrachtung bald, dass 
die Kirche ursprünglich im Rundbogen, sammt den mit dieser Grund- 
form verbundenen Details, erbaut ist, übereinstimmend mit dem Datum ihrer 
Erbauung, in den ersten Jahren des elften Jahrhunderts i); das spitzbogige 
Gewölbe, sowie die anderweitigen spitzbogigen und durch diese Form 
herbeigeführten Theile erscheinen sodann als eine Restauration, etwa aus 
der Frühzeit des dreizehnten Jahrhunderts. Die Vorhalle hat noch ganz 
den alten Styl und kurze Säulen mit den bekannten, unten abgestnmpften 
Würfelknäufen. Von ähnlichen kurzen, plumpen Säulen, mit rohen schweren 
Kapitälen verziert, ist ursprünglich das Schilf der Kirche [die ohne Zweifel 
flach gedeckt wvar) getragen werden; diese Säulen sind später zu Pfeilern 
mit kleinen Irlalbsäulen irmmauert. Bei den zwei, zunächst dem Kreuz 
befindlichen Pfeilern sieht man noch Theile jener Säulen und ihrer Knäufe 
hervßfragell, vielleicht als  absmhtliches Denkzeichen für die Beschaf- 
fenheit des älteren Baues. Die Kirche 1st übrigens im Innern, gleich dem 
Fiorillo, 
Gesch. 
zeich, 
Künste 
Deutschland, 
167.
        

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