Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1484209
Studien in Berlin und 
der 
Umgegend. 
107 
N gestanden, welche jetzt fehlen.  Die Flügel zu die- 
ä l sein Hauptselirein, wie sich aus der gleichen Höhe, 
l dem gleichen Rahmenernament und der überein- 
  stimmenden Arbeit ergiebt, hängen im Anfange 
 des Chores auf der Nordwand; sie enthalten, der 
 ä eine den heiligen Andreas der andre den hei- 
  ligen Petrus. Diese Statuen, sind, wie die grosse 
ii 5 Menge ähnlicher Werke des funfzehnten Jahrhun- 
  ü. äerts, lgemalt, täie Gewändsa griösätentgielilswergol- 
 45 et; e en so ie innere an er e reine, in 
 welche ein tapetenartiges Ornament eingedrückt ist. 
 9-    r  
41-  Sie bilden zwar kein lxunstwerk ersten Ranges, 
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"t i    werti, un nainen iei ia en 1   
j. il  druck. Ein andrer Schrein, welcher drei unter 
1 "Q- T. T i, zierlichen Baldaehinen neben einander sitzende Hei- 
13, lt lige enthält, stelitüber der später gebauten Sakri- 
"g; Ä s.  stei im nördlichen Seitenschitl". Zu dem einen oder 
Hi:  dem andern dieser Werke gehörten vermllthllcll 
 3a xi auch noch die sieben kleinen Statuen, welche jetzt 
  auf Gesimsen in der Nähe des Chores angebracht 
x      sind, 
F r:  ' Noch befindet sich auf der nördlichen Empore 
  ein älteres Relief von Holz, im Ganzen von roher 
 Arbeit, welches den heiligen Franziskus darstellt. 
4   Er streckt die Rechte aus und hat in derselben eine 
24'  runde Tafel mit dem Schriftzuge ihs (Jesus); in der 
 Linken hält er ein aufgeschlagenes Buch mit der 
 späteren Aufschrift: Tliurneisser hat mich neuw ge- 
   l veracht anno 1584 
 anackt. da zch war alt unc gar  2   
 Zu seinen Seiten sind drei kirßhllche (Iebfwde im- 
gebraelit mit den Unterschriften: semfs, orlmio, ßer- 
Konsole iin Chur der Kirche. rariaßiena, Urbino, Ferrara), den Namen der vom 
heiligen Franziskus gestifteten Klöster; über jedem derselben eine Bischofs- 
iniitze, als Zeichen, dass an diesen Orten Bisthümer waren.  
Unter den in der Klosterkirche befindlichen Gemälden nennen wir zu- 
erst eins der ältesten, welches für die Vaterländische Geschiehtewiehtig 
ist. Es hängt auf der Nordwand des Chores, nahe dem liltaly 1D bedäu- 
tender Höhe; die Farben sind sehr verblichen. lijs stellt eineinknieeiii en 
jungen Ritter dar, in schwarzem Kleide und Harniseh und in n GISSBITINL an- 
tel, mit gefalteten Händen; vor ihm der Heiland, Stehitndeln E1911 Händen 
Geissel und Ruthe; aus den fünf Wunden tliesst das Blut in funf Strahlen 
in einen Kelch. Ueher dem Ritter ein Adler, sehrag getheilt in Schwarz 
und "Roth, und daneben ein YVappenschild Imt Zwei über einander schrei- 
tenden Löwen, dem Wappen der Hohenlohe. Das ganze Bild hat eine Urn- 
sehrift die nur noch theiliveise zu erkennen ist; wir theilen sie vollständig 
mit neieh Angelas annal. Illarchiae S. 190: 
„Naeh Christi Geburt im Jahr 1400 und in dem 12. Jahr am Sanet 
Cnlumbanustagt) verselieidet der Hoehgeboren Graf: Johannes von Hohen- 
loli, dem Gott genade."  
Dieser Johann von Hohenlohe war der erste Feldherr, welcher für die
        

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