Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kleine Schriften und Studien zur Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1482733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1484183
ldiell 
Berlin und 
der 
Umgegend. 
105 
J Im Inneren des Schiffes gehen schwere 
XQL; Verhältnisse durch, fast noch an den früheren 
( Rundbogenstyl erinnernd. Das Schiff wird 
 von den Seitenschiden etrennt durch kurze, 
 J)! g 
Äkypgz theils viereckige, theils aehteckige Pfeiler, aus 
ä  denen Halbsäulen heraustreten als Träger der 
f " j x Gewölb-Gurte und der Bögen, welche die 
Ä Ex Mauern des über die Seitensehiife sich erhe- 
benden Mittelschiffes tragen und die Pfeiler 
ßsggx verbinden. Diese Bögen ruhen auf einem Ka- 
 pitäl, welches zumeist aus einer ohne Deck- 
 glied vorspringenden Welle besteht, die siclr 
nach unterhalb, zuweilen ohne ein bestimm 
(Es sonderndes Fass-Glied , der Halb-Säule an- 
  schliesst;  wenn ein Fussglied da 1st, so 
L4 x N hesteht dasselbe nur aus einem Rundstab. 
   Diese Kapitale, so wie die andern, dle gwSS- 
tentheils nur aus einem, mit einfachen Deck- 
und Fussgliedern versehenen Bande bestehen, 
ß sind mit Rankengewinden von schwachem Re- 
 XAX( lief verziert, welche zum Theil freie Natur- 
f formen, als Wein- und Eichenlaub, nachbil- 
J k den. Im Chor treten leichtere Verhältnisse 
( J X ein. Die Halbsänlen, welche die Gewölbgurte 
ß  ) tragen, beginnen hier erst in einer gewissen 
X K! Ilöhe über den Chorstühlen und ruhen auf 
N 
KsJ l mannigfach gestalteten Konsolen, welchezum 
X  X ',l'heil ganze ähiergruppen, Pelikane mit ihren 
 ä.  f  Jungen, Adler mit geraubten Hasen u._ dgl, 
 ggl darstellen. Von vorzüglicher Schönhelt 1st 
[f X derjenige Theil des Chores, welcher den sel- 
f J tenen, aus der Form des Zehnecks entnom- 
f K, ms en siebenseitigen Schluss bildet, der im 
 Gijdlndryiss über die Flucht der Seitenwände 
 P]  ä des Chors hinansti-(iitt; wcöräurchilwerän. Inan 
K  aus dem Schiff in iesen orsci uss unein- 
h   blickt, eine lebendigem und mehr wechselnde 
Q 4 JX Verbindung der architektonischen Linien ent- 
   Steht 1). Die einzelnen Theile desselben, die 
X  Fenster mit ihren Einfassungen und Brüstun- 
xrx gen, sind durch Stäbe und Gesimse gesondert, 
if y , was bei ihrer reichen Profilirung Ruhe und 
Djfjj [4  Klarheit  Gesammltleinäruclr zu Yliegel brinlgt. 
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 x  aus geruc P g S6 7 11 
 m" vier Säulen von kurzer Proportion, welche 
z], X1, Y y gleichfalls aus starken Ziegeln anfgemauert 
1-  
  gleicher Lhorschluss findet sich in 
7 
 X der Johanniskirche zu Stettin, welche ebenfalls 
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M (JA l" zu einem Franziskanerkloster gehorte.
        

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