Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tizian
Person:
Crowe, Joseph Archer Cavalcaselle, Giovanni Battista Jordan, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1478376
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1479576
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BADUA. 
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Schwierigkeiten bezüglich der Regulierung des Kaufs und Ver- 
kaufs deutscher Güter zur Folge, allein Francesco de' Garzoni, 
der derzeitige Obmann des Salzamtes, ergriff unverzüglich geeig- 
nete Maassregeln zum Wiederaufbau des Fondaco. Zeitweiligesr 
Unter-kommen wurde den Kaufleuten in den "Loggie" des Rialto 
hergerichtet, die Vicedomini in dem gemietheten Palast der Familie 
Lippomano einquartiert. Inzwischen war ein neues Grundstück 
von der Regierung angekauft", die Concurrenz für Lieferung 
neuer Baumodelle ausgeschrieben und die Entwürfe zweier 
Künstler Namens Giorgio Spavento, damaligen Stadtbaumeisters 
und „prot0  und Girolamo Tedesco, eines Deutschen, eingereicht 
worden, welch' Letzterer wegen seiner Begabung und Nationalität 
bei den Landsleuten in Gunst stand. Die Entscheidung schwebte 
einige Zeit und wurde dann im Juni kraft eines Senatsbeschlusses 
der Pregadi erledigt, der sich dahin erklärte, es sei rathsam, 
den dringenden Bitten der Kaufleute, die das Modell ihres Lands- 
mannes bevorzugten, nachzugehen und damit Girolamds Entwurf 
anzunehmen, um so mehr, da er in Zeichnung und räumlicher 
Anordnung vortrefflich, in der gesammten Anlage höchst sinnreich 
genannt werden müsse. Daneben wurde zur ausdrücklichen Be- 
dingung gemacht, dass weder Marmor noch irgendwelcher skul- 
pturaler Schmuck am Neubau angebracht werden solle. Dadurch 
sahen sich die ausführenden Behörden genöthigt, zur Dekoration 
Malerei zu verwenden, die man andernfalls vermuthlich ausge- 
schlossen haben würde. " 
Am 20. Juni, unmittelbar nach Erlass dieses Beschlusses, fblgte 
Alvise Emo dem Garzoni im Salzamte nach und übernahm die 
Leitung der Arbeiten am Fondaco. Seine erste Sorge war, Giro- 
11 Leonardo Loredan's Schreiben an den Rath zu Nürnberg vom 6. Dßßember 
1503 bei Heyd, Das Kaufhaus der Deutschen in Venedig, SybeYs Zeitschrift 1874, 
S. 218. 
12 Beschluss des Oollegiums der Pregadi vom 19. Juni 1505 (handschriftlich), 
worin 68 11- 8- hßiäät: „Tnta volta che non se possi ussir piü fuori in Oanal grande 
cum li scalini de le rive di quello ä a1 presente 1a fondamenta.   ne si possi in 
esso fontego für cosa alcuna de marmoro, ne etiam lavoriero alcuno intagliato de 
straforo over altro per alcun modo."
        

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