Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472985
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1763. 
nach Links, hinter ihm sieben Feldherren zu Pferde, mit römischen 
Feldzeichen. Der Friede mit einem Olivenzweige in der rechten Hand 
neben dem Pferde des Königs, Links mehr nach hinten empfängt 
ihn die Stadt Berlin, eine kniende Weibliche Figur mit einem zur 
Erde gebückten Häre; die Stadt selbst ist im Hintergrunde sichtbar. 
Links imVordergrunde zeichnet die Geschichte die Thaten desKönigs 
in das aufgeschlagene Buch, welches auf der Figur der Zeit liegt. Oben 
Links ist der Tempel des Ruhmes, mit Strahlen umgeben, vor wel- 
chem die Fama auf Wolken sitzend in die Posaune bläst und mit der 
Rechten einen Lorbeerkranz mit den verschlungenen Buchstaben FR 
hält; neben ihr schweben zwei Engel. Ueber dem Haupte Friedrichs 
in den Wolken die geflügelte Victeria, welche ihm einen Kranz auf- 
setzen will. Links der Wohlstand, als schwebende Weibliche alle- 
gorische Figur, welche aus einem Füllhorxie den Segen des Friedens 
ausschüttet, Rechts ein Engel, der ebenfalls Kränze auf die übrigen 
Feldherren herabfullen lässt. Zu Oberst das Auge Gottes. 
Unterschrift HFREDERIC VICTORIEUX ET PAClFICrYYlEUR. 
rcnd le repos h Fzlllcnurgne, lc bonhear a Ses Pazqales iüallägreßl: a Sa Capitalle. 
 Voilli lc nzodclc qm: doivent Suivra tous les Reis." 
Unten Rechts „Iziv. er graildpar D. Chodowieclti dBerlin, 1c Avrill 11021." 
Diese sämmtliche Schrift ist auf einer besonderen Platte gestochen, welche 
unter das Bild angedruckt wurde, und 10" 10'" breit und 1" 6'" hoch ist. 
a) O hne die darunter gedruckte Platte mit den Un terschrift en. 
b) Mit diesen Unterschriften: 
1) unten Rechts wie so. Mars." 
2) das vorstehende Jlars in „le Avrilltt abgeändert. 
Diese Abdrucksgattun gen sind in vielen Tlieilen mehr ausgeführt, daher stets 
kräftiger, und beide gleich selten.  
22. 
Der grosse PHombre-Tisch. 
Platten-Breite 4" Mßf", Höhe 4" 41km. 
Fünf Damen sitzen aufmerksam am Spieltische mit Karten in 
der Hand. Zwei zur Linken , die dritte quervor auf einem ge- 
polsterten Armstuhle mit durchbrochener Lehne, den Rücken dem 
Beschauer zugekehrt. Die vierte, deren Gesicht nur sichtbar ist, 
hinter dem Tische, und die fünfte sitzt Rechts an der Ecke des 
Tisches und ist zum Theil von der Lehne des Armstuhles bedeckt. 
Ohne des Künstlers Namen. Radirt und in Tuschmanier. 
I. Die Arbeit der Radirnadel ist allein sichtbar. In der unteren 
linken Ecke, sodann am unteren Rande jbrtlaafend bis in die rechte Ecke 
tritt eine durch das Schcidewasser veriitzte Stelle deutlich hervor, sowie feine 
Kreazsclzrqßirzmgen mit der kalten JVadcl an der rechten Seite des Kojgfias 
der zweiten Dame von Rechts sichtbar sind. Diese erste Abdrachsgattmzg zeigt 
wie die nachfolgende II. ebenfalls einen zarten Tuschton, welchen derDrucker 
auf dem oberen Theile der Platte stehen liess, dagegen aafdem unteren hei- 
nahe ganz uwgwzlschte, wesshalb ich die II. Abdrücke auch vorzugsweise als 
"mit einem Tuschtone" imrselzen genannt habe.
        

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