Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472865
1758. 
Ein e s t e h e n d e D a, m e (Demoiselle Quantin). w) 
Platten-Höhe 6" 772m; Breite 5"  
Sie steht en face nach Rechts gewendet, im Morgenkleide, 
kurzen Mantel, mit einem breiten Strohhute auf dem Kopfe, den 
rechten Arm in der Seite, den linken aufgestützt, an einem T hor- 
wege. Links ausser dem Thore sind Räume sichtbar. 
Am linken unteren Plattenrande "D. Chodowieeki. m1. viv. jlze. Berolini uss" 
In dem vom Kiinxtler als „ STD. 5. C' t ftct 91 3 bt n (f 1759 " bezeichneten Abdrucke in der 
Sammlung des Erzherzogs Albrecht befinden aieh z. B. um den Hut und um den linken Arm 
noch viele weisse Stellen, ebenso ist (las ganze Gpsieht noch nicht vollendet. 
Ein 120m Kilnsfler als „ S10. 5. 3 n: t 1M er sll g b tl! cf 1758" bezeichneter Abdrnek befindet 
sieh in der Srznnnluelg des verstorbenen Kanfnzanaw Iferfel in Nürnberg, bei urelelzenl siuh- aber 
bei genauer Vergleielzzzny erglebt, dass der Künstler nicht nzelzw- in die Platte gearbeitet hat, 
sondern der Abdruck sich nur durch seine grössere Kraft auszeichnet. 
Verfälschte Abdrücke: 1') 
1) Auf blau gefärbtes Papier. 
2) Auf jcrler Wange der Dame befindet sich ein Schönhcitspflästerchcn. 
3) Dieselbe hat vorn auf dem Kleide an einer Schnur zwei Schlüssel hängen. 
Der Bauernjunge mit verbundenem GesichteÄi) 
Stich-IIöhe 4"  Bieite 3"  
Er steht en face in einer Landschaft nach Rechts gewendet in 
Jacke, Schuhen und Strümpfen in einem breitkränipig herun ter- 
hängenden Hute, mit verbundenem Gesichte, mit der linken, über 
die ein Tuch geschlagen , hält er die verbundene rechte Hand. 
Rechts ein Baum vor einem Bauernhause. 
Unten Rechts „ D. Chodorviecki (Ielin: 4- Sculp. Bcrolini was" 
Die ersten Abdrücke zeichnen sich durch die Schärfe des Platteneindruckes 
aus, in welchem sich hin und wieder Plattengrat befindet. 
Hiervon giebt es äusserst seltene Abdrücke in rothbraun er Faubeßß) 
Dergleichen Abdrücke, von diesen und wenigen andern Blättern desMeisters, 
kommen den Originalzeichnungen in Biester sehr gleich, zeichnen sich durch 
ihre Schärfe aus und finden sich nur in wenigen Sammlungen. 
 Bei allen mit" bezeichneten Nummern befinden sich die Platten noch in der Fanxilie des 
Künstlers und zwar der Frau Geh. Räthin du Bois in Berlin. 
10) "Demeifelle Duantin, nadyber vcrebcficbte illlabamc Quicu fnnh ber Rünülcr an eincm iärüb: 
Hlingäuxurgeu au einer Giartcntbiir wenn 93ntäbcunmcr 515er, uub fic blich in bicfcrätcllimg biß u" iic 
Hgegcidvnct hatte." Ilandscln-iftlich vom Künstler. 
Diese, so wie N0. 11, 13, 1-1, 15, 16, 20, 22, 23, 24, 33 und 75 sind Bildnisse, meist Gruppen, 
aus der Familie des Künstlers. 
11) J ede dieser Verfälschungen belindet sich hier und bei allen nachfolgender! stets nur auf 
der vollendeten zuletzt genannten Abdrucksgattung der Originale, so dass z. B. die Vkrrfrilsclnuigen 
2, 3. u. s. w. die vorhergehenden von l. und resp. 2. nich t. in sich schliessen. Diese Vcrfälsehungen, 
welche nicht von Chcdowieckfs Hand herrühren , sind durch besondere Platten auf die A b drücke 
der Originnlplatten e i n g e d ru c k t.  
12) Hßiefer ißettelixlnge fam 31m1 Rfmftler auf hie (ätußc unb (icii fld) fur ein mäüigcß (Sefcbenf 
„ 5215311211." Handsehriftlich vom Künstler. 
13) Ein snlehes Exemplar befand sich nach einem Briefe des Künstlers vom 26. Januar 1794 
an den Buchhändler Voss in Leipzig in seiner Privatsamxnlung.
        

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