Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1477924
950. 
Modekleidungen aus der Mitte und dem Ende 
des 18ten Jahrhundertsm)  
Platten-Breite 4" 172m, Höhe 1" Ssff". 
Links steht eine frisirte Dame nach Links gewendet in einem 
grosseii, reich gesticktem Reifrocke und hält mit den Händen einen 
Fächer. Neben ihrem Kopfe nach Links, nahe dein Plattenrande 
die Zahl „1750'  um den Kopf, besonders nach Rechts viele scharfe 
Aetziiecke , und unterhalb des Kleides Rechts , in der Mitte der 
Platte, die N0. , ,III" In der Mitte, nach Rechts gewendet, geht 
nach vorn ein Herr in Hut, kurzem Ueberrocke und Stiefeln , die 
rechte Hand in der Rocktasche, die Linke auf einen Stock gestützt. 
Am unteren Plattenrande Links neben dem Herrn die Zahl M100" 
und Rechts , neben seinem Stecke die N0.  Rechts steht 
eine Junge Dame, nach Links gewendet, in blossem Kopfe, leichtem 
Anzuge, a 1a grecque, mit einem Fächer in der rechten Hand und 
mit der Linken ihr Kleid haltend. Unten Rechts , und zwar in der 
Ecke der Platte, die N0.  schwächer als die übrigen römischen 
Zahlen , und unterhalb des linken Fusses der jungen Dame die 
Zahl , ,100". In der Mitte zwischen dem Herrn und der Jungen 
Dame, oben am Plattenrande, die Zahl „1800", auch befindet sich 
nach unten Rechts hinter jeder Figur etwas Gesträuch. 
Die fünf untersten Zahlen sind alle in verkehrter Schrift radirt. 
Die Platte, welche verloren ging, ist an der link en oberen und uii- 
te re n re c hte n Ecke s pitz , die beiden anderen Ecken sind dagegen etwas 
abg rundet, und die sehr wenigen Abdrücke, die man davon kennt, sind 
auf ein m 1 l c h w e i s s e s d ü n n e s Papier abgedruckt. S. Tafel Hi. Original 
N0. 950., auf welcher der Kopf der Dame Links init den sie umgebenden Aetz- 
Hecken copirt ist.  
 Copien. 
Es sind mir hiervon vier verschiedene Copien vorgekommen. Bei den grosscn SChWIC- 
rigkeiten , dieselben ohne einen grossen Aufwand von Worten zu beschreiben , habe ich auf der Er- 
klärungstafel III. den Kopf der Dame Links mit den sie umgebenden Actzficcken cepiren lassen, 
somit wird es dem Beschauer nach kurzem Vergleiche leicht möglich werden , die verschiedenen C0- 
pien zu erkennen. Bei allen Copien bemerkt man nicht, dass die Dame mit b eiden Händen den 
Fächer hält, auch fehlen allen die Feinheiten des Originals. 
1. C 0 p i e , s. die Tafel III. Copie N0. l. Ich halte diese für die erste Copie, und die Exemplare, 
die mir viorgekommxen, waren auf ziemlich starkes Papier mit Wasserlinien abgedruckt. Alle 
Plattcnränder sind a. b g e r u n de t. 
Hiervon giebt es auch Abdrücke auf chi n e si schcm Papier. 
2. Copie, mit der verkehrten Zahl 5 in der Jahrzahl 1750. Die linke obere Ecke ist ab- 
geru nd et, die übrigen sind ziemlich spitz. s. die Tafel IlI. Copie Nu. "Z. 
3. Co pi e. Sie trägt zwar die richtige Jahrznhl 1750, doch scheint mir diese Copie nicht nach dem 
Originale, sondern nach der vorstehenden 2. Copie gemacht werden zu sein. Der fast viereckige 
Aetztleck oberhalb des Kopfes der Dame scheint aber dennoch nach dem Originale gemacht 
werden zu sein , welches dem Copisten vielleicht noch vor der Vollendung seiner Platte zu 
Gesicht gekommen ist. 
271) „ Diejenigen Sammler, welche diess Blatt etwa unter N0. S86 a. arangiren , finden in der 
Jalirzahl 1300. den richtigsten Gegenbeweis. Zwar war diese Platte mit jener zugleich, projettirt, 
gezeichnet, zum Theil angefangen  aber nicht abgedruckt wurden, und blieb aus lklangel an Zeit 
liegen. Der Künstler nahm sie aber WähfClld seiner Krankheit wieder vor, und bearbeitete sie, wie 
sie gegenwärtig ist, allein sein Tod hinderte die gänzliche Ausführung derselben." Handschriftlich 
und auch Jacoby S. H15. Note w).
        

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