Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1477911
ÜMÜ. 
Verschiedene Einfällefm) 
Platten-Breite 11"  Höhe 1"  
Eiiiunddreissig Figuren, theils Menschen, theils Tliiere, einige in 
verschiedenen komischen Situationen, befinden sich auf einer durch 
zwei Striche in drei gleiche Abtheilungen getheilten Platte: 
a) Auf der linken Abtheilung: Links ein kleiner Buckliger, 
dahinter ein Mann auf hohen Stelzen nach Rechts schreitend, 
davor stehtein Mann iii einen Reitermantel gehüllt, ein Hund, 
ein nach Links laufender Essenkehrer und Rechts ein Herr in 
Frack und dreieekigem Hute mit einem Stock in der Hand 
nach Links sehend. In der Luft Links ein alter bnckliger Mann 
nach Rechts reitend; in der Mitte ein Mann auf einer Katze 
nach Links reitend, und Rechts ein junger Mann in Stiefel 
und Sporn, auf einer Frau, die eine Flasche in der Linken hält, 
nach Links reitend; In der Mitte des Hintergrundes eine 
schwer zu deutende thierische Figur, anscheinend ein Frosch 
mit einem Becher in der Linken, auf einer Anhöhe. 
b) Auf der mittelsten Abtheilung: In einer Landschaft steht 
Links eine Dame nach Rechts gewendet, im Mittelgriinde 
gehen drei Damen und zwei Kinder spazieren und Rechts 
steht ein Junger Mann in Hut. Oben ruht Venus auf VVOl- 
keii, neben welcher Rechts zwei Tauben fliegen. 
c) Auf der re c h t e n Abtheilung: Links geht ein Mann in 
kurzem Mantel, dreieckigem Hutc und mit einem Muff 
nach Rechts. Oben ein Hahn mit menschlichem Profil, und 
darunter mehrere Köpfe und Figuren, ferner ein nach Links 
laufendes Pferd und eine Gans mit Frauen-Gesicht, in Per- 
rücke und einen Degen an der Seite.  
Ohne des Künstlers Namen. 
Die ersten Abdrücke der noch vorhandenen Platte sind auf weissem 
grobkörnigem Papiere, in allen 'l'heilen kräftig gedruckt und kommen selten 
vor, wogegen die n e u e r e n Abdrücke auf w e i c h e m mehr g el bli c h e m 
Papiere häufig sind. 
Verfiilschte Abdrücke: 
i) ln dem oberen leeren Ramme c) Rechts: ein weiblicher nach Rechts gewendeter Kopf mit Mütze. 
2) Ebendaselbst: eine halb nach Links gewendete weibliche Figur, welche die linke Hand in die 
Seite stemmt. 
3) Ebendaselbst: eine nach Links gewendete weibliche Halbfigur init fliegenden Haaren und vor- 
gesteininten Armen. 
4) Ebendaselbst: eine nach Rechts gewendet!) llexe in Halbfigur, mit Ileugaliel. 
5) Ebendaselbst: ein Todtenkopf, und in der Luft der mittelsten Abthcilung, an der Stelle der auf 
Wolken sitzenden Venus, welche aus dem Papiere ausradirt ist, ein auf Wolken sitzender ge- 
flügelter Teufel. 17') 
270) Wenn Jacoby auf S. 137 seines Verzeichnisses sagt, dass ausser der Platte Nu, 950. auch 
diese N0. 945). verloren sei , so war er im lrrthum. Die Platte befindet sich noch heute im Besitze 
der Nachkommen unseres Künstlers. 
271) Herr Linck irrt sich, wenn er im „ Hi! n R  (Oft! (gum miiWiMnhL-lffg) 1835i N0. 42." einen 
solchen Abdruck als „ er ft cn Q3 r u li er rii rf" bezeichnet. Alle diese Einfälle unter I  5. stammen 
nicht von unserm Künstler her, sondern wurden, mittelst anderer Platten von fremder Hand, auf die 
Originalabdriicke aufgedruckt, was sich durch die Platteneindrficke deutlich erkennen lässt.
        

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