Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472679
geschildert von 
A. Weise. 
woran er den T. Februar 1801 starb. Seine Gattin, die ihm sieben Kinder ge- 
boren, wovon ihn zwei Söhne und drei Töchter überlebten, war längst vor ihm, 
am 1. Juni 178.3 gestorben. Einer seiner Söhne und zugleich sein Schüler, 
Wilhelm, zeichnete und radirte ebenfalls; besass jedoch nicht die Talente des 
Vaters. Dieser Sohn ist zu Berlin den 26. Oktober 1805 verstorben. 
Es ist merkwürdig, welchen Einfluss Chodowieckfs Werke auf die da- 
nralige Zeit ausübten. Ihr Werth erweckte Kunstkenner , welche seine Blätter 
sammelten, und Buchhändler fanden ihren Vortheil darin, wenn sie seinen 
Namen auf die Titel setzten, der ihren Büchern einen bessern Absatz verschaffte. 
Die ersten Kalenderkupfer, welche er für die Akademie der Künste ausführte, 
waren die Veranlassung, dass diese Mode sich überall verbreitet, und freilich 
viel Seichtes zur Welt befördert hat, das, charakterlos, gleich nach seinem 
Entstehen vergessen war, während der Werth der ChodowieckYschen Werke 
sich stets steigerte. Wie mancher Künstler wäre unbekannt geblieben, hätte 
er nicht Gelegenheit gefunden, nach Chodowieckfschen Zeichnungen zu ar- 
beiten.  Aber bei allen den verdienten Auszeichnungen, die ihm während 
seines Lebens überall zu Theil wurden, konnte er dennoch von Kritikern nicht 
unangefochten bleiben, die" theils an seinen Compositionen etwas auszusetzen 
suchten, theils Bemerkungen über einzelne Theile der Zeichnung machten. 
Dies veranlasste ihn mehrere Male, sich öffentlich zu vertheidigen. Sein Ruhm 
als Künstler konnte jedoch dadurch nicht geschmälert werden , und er wurde 
reichlich durch das Lob entschädigt, welches Männer" wie Lichtenberg und 
ähnliche seinen XVerken zollten. 
Die gesammte Anzahl der Blätter oder Darstellungen, 
welche Chodowiecki in Kupfer gestochen hat, beträgt 2075 auf 978 Platten. 
Zu den 950 Nrn. des Catalogs sind nämlich noch die nachfolgenden Nummern 
von den 28 verätzten Platten zu zählen, und zwar die Nrn. 1, 48. I., 51. A., 
55 21., 57.11., 7021., 10621., 10911., 12221., 132a", 20021., 208 a., 35I.I., 40721., 
416 a., 436. 1., 440 a., 527 a., 605  623, 21., 722 a., 754. I., 754. I., 837. I., 
875, 76.1., ssz. I., 904.1, 917a. 
Von diesen 2075 Darstellungen wurden allein zu C a1 e n d e r n verwendet: 
996 auf 83 Platten ä 12 Darstellungen. 
24 I, 3  a _s  
72 v 12  ä 6  
16 II -l  ä 4  
6 u 2  ä 3  
S6 v 43  ä. 2  
40 u 20  Portraits und Titel ä 2 Darstellungen. 
20 w 4  Modekleidungen ä 5  
3 M 1   ä 3  
12 u 6   ä 2  
230 Blätter sind mit ca. 737 Einfällen vom Künstler versehen.
        

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