Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1477553
1798. 
41a 
Verfäilschte Abdrücke: 
I. Von A. der veräitzten Platte: 
l) Rechts: eine grosse en face stehende italienische 'l'henterligui' (IIarlekin Y) mit lang-ein 
spitzem und mit einer Hahnfeder verziertem Hute. 
Eine solcheVerfälschung befindet sich in der Sammlung des Herrn Thiermann selbst a u f 
einem allerfrühesteix Abdrucke der unten um l" llmgrössercn Platte. 
2) Oben: zwei männliche bedeckte Köpfe, Profile nach Links. 
3) n die sich anblickenden Büsten von Lippert und Zingg, in Ccntur; der erstere ist 
frisirt und gepudert und trägt einen Zopf , der letztere ist in einer Nachtmütze. 
4) n Wie vorstehende 2), nur haben Lippert und Zingg auf dem Bilde auch noch Brillen 
auf der Nase. 
II. Von B. : _ 
i) Von l. : 1) Oben: ein männlicher, mit einer spitzen Mütze bedeckter Kopf, Proül nach 
Links. 
2) M die Büste eines Russen mit einer Ohrklappenmütze , Profil nach 
Rechts. 
3) w ein kleiner Kinderknpf, Profil nach Rechts, das Gesicht eines Krie- 
gers mit Helm und Schnurrbart, Prniil nach Links, und ein Helm 
mit Federn. 
4) n drei Köpfe im Profil nach Links und ein Gesicht im Profil nach 
Rechts. 
5) Rechts: ein grosser zerlumpter und barfuss stehender Bettler en face. 
2) Von II. a): Links: eine grosse en face stehende Dame in altdentseher Tracht mit steifer 
Halskrause.  
I5) Von lll.: 'l) Unten: eine kleine Bauernhütte auf einem Hngel, Links daneben ein Baum 
und einiges Gebüsch. 
2) u ein kleines Haus, daneben Rechts Gebüsch, und Links ein Baum. 
(l) Von IV. : Oben: zwei nach Rechts gewendete Köpfe von Greisen; der eine mit rundem 
Hnte, der andere mit einer Mütze. 
W483. 
Heimfahrt einer guten SChYVGIZGISGGlGfGQl 
 Stich Höhe s" 97  Breite v" 1'" ' 
 2 2   
Demoiselle Venel aus der französischen Schweiz lebte als Freundin und 
Hausgenossin in der Familie des Hofmalers Graff in Dresden, bei welchem sie 
im Jahre 1798, von Allen geliebt, an der Auszehrung starb. Der Künstler über- 
schiekte dies Blatt als theilnehmender Freund an ihre Familie. 
Ihr Schutzengel hebt die Verstorbene, als nackte weibliche Figur 
dargestellt, auf Wolken empor; über (heser Gruppe das strahlende 
Auge Gottes; unten die trauernde und wehklugende GrafPsche Fa- 
xnilie , zwei Frauen und drei Männer, wovon der vordere, Gratf 
selbst, einen Pinsel in der rechten Hand, und ein zweiter Links, 
dessen Sohn , eine Reissfeder in der Hand hält. 
Unterschrift „fIez'ngfahrt einer guten Schweitzer Seele." 
Unten Links „ 1). Ohodowiecki del. 19 fc. es." 
In den Aetzdrücken, die vor aller Schrift, sind z.B. die zwei schwebenden Figuren 
nur halb, das Auge Gottes aber beinahe ganz vollendet. 
Verfälschte Abdrücke: 
1) Die Mitte des Auges Gottes ist aus dem Papiere ausradirt und erscheint nun weiss. 
2) Links steht vom Rücken gesehen und nach Rechts gewendet ein Mann in kurzer Jacke und 
rundem Ilutc. 
2132) In einem Briefe aus dem Jahre 1799, ohne Jahr und Datum; an Graff in Dresden, giebt der 
Künstler folgende Erklärung über diesS Bild: „ Unterm 30. 31m1; vorigen Cöommerß fdyriebexi äie miv 
"Qlieine Intime ift feirö Qlivdqen in Jjmmhurg  ü: ifi {dann babin abgegangen ebe 11a iiyre Tereumuinn 
„bie Venel nerlnbreu batt, {in {mit einen nrvfißn 53111111 erlitten unb mir alle fuib fcßr betrübt 
"bciriiber, fie üarß an her "Ilußgebrxmg m ihrem 2! Sabr, ein M): liebenäiuürbiacä Märchen" etc. 
"Tiefer (öebanfe eincä [iebenßmürbiqen iUliibrbenß baß in her Qyälütbe ber Salm in bie Gmigfeit verrüift 
"mirb fcbmeßte lange in meiner Qeelc, bagu gruppirte fid; hie läetrübniiä einer liebenäwüebigen Üümiüf, 
"hie ms mkändaen gefdyiigt um: geliebt hatte um: fo cntüanb in meinem erwärmten (Siefyirn ein ßiib  
"von im "cm-eh bei: ülrm iu bie ßingerfpißenjaurdy bcn Cmjuu aufß ZBGDiEI u. 1'. m. auf bic tlilatte 44. 
"T3411? äie im) unb ilyrc gangc üaniilie bnrail] {eben macht mir viel ßergnügen."
        

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