Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1477274
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nach Holland geflüchtet, hat sich auf der J agd unweit dem 
Haag auf ein an einen Edelhof stossendes ltettigfeld ver- 
ritten; der Eigenthümer Florus, ein reicher Paehter, nebst 
seinem Knechte, beide mit Mistgabeln bewaffnet und Rechts 
stehend , redet ihn drohend an: "König von {Böhmen l Rönig 
von Qäölyimien! warum vcrbirbft bu mit nxein iitettigfelb, ms id) mit {v 
vielem {gierte ßefaet buht." Der König, bestürzt, entschuldigt 
sich. (3r Bd. S. 352.) 
Unten Rechts  Chodowlcclci del: an: 179a" 
Stich-Höhe ü"  Breite 3"  
In den ersten A etzdrücken fehlt z. B. die Luft am Horizonte, und oben Links 
hcnndet sich nur eine einfache waagerechte Strichlage. Die zweiten Aetzdrücke 
sind zwar mit der Luft am Horizonte und der diagonalen Strichlage von Rechts oben nach 
Links, doch fehlt die diagonale kalte Strichlage von Links oben nach Rechts. Beide Aetz- 
drücke sind nur mit dem obersten Einfalle, bei dem der ganze Pfauenschwanz wciss ist. 
I. IIIH Einfällen : 
a) 111 {t e i n e m Einfalle : 
Oben sieht ein dickes sich brilslendes Weib mit Eselsohren und einge- 
sleznznlelz IITIIICVI nach Ifeclzls; darunter die Unterschrt]! „ Arrngance"; 
neben ihr Ifechls ein Pjilu, welcher ein lind schlägt. 
b) lllit zwei Einjällezz : 
dem vorstelwnzlwn und Unten die nackte Forluna, welche nach Rechts, von 
rler hinter ihr liegtuulen lfugel her-abgefallen ist. 
ll. Ohne Einfälle. 
Spätere Abdrücke sind aufgeätzt. 
verfälschte Abdrücke: 
1) Von einem zweiten Aetzdrücke in Thiermannls Sammlung: Unten: ein grosser 
nach Rechts laufender Strauss. 
2) Von ll.: 1) Oben: die Büste eines feistcn lilannes en face in Mütze. 
2) Unten: ein männliches Profil nach Rechts mit Zopf. 
3) v eine grosse Landschaft, worin eine Brücke, ein Schweinestall u. s. w. 
4) Links: eine junge grosse Bäuerin mit aufgeschürztexn Kleide. 
3) Von der aufgeätztcn Platte: Links: ein grusser Mann in kurzer Jacke und Mütze, 
nach Links stehend.    
837. Gustav Adolph wollte, da die baierschen Soldaten die seini- 
gen sehr übel behandelt hatten , die Stadt Landshut mit 
Feuer und Schwert verheeren. In die Stadt gekommen 
lässt er sich auf das Schloss führen, bekommt aber hier eine 
Ohnmacht, (lIE er als eine Zeichen Gottes ansieht, dass 
dieser sein Vorhaben missblllxge. Indem er zum T hore 
wieder herausreiten Wlll , fährt ein starker Blitzstrahl vor 
ihm nieder, was ihn 1n seiner Meinung , er thuc Unrecht, 
bestärkt, worauf er seinen Entschluss ändert und der Stadt 
vergiebt. Hinter ihm ein Geharnischter mit einer Lanze zu 
Pferde; am Thore Links mehrere Personen und Rechts ein 
Rathsherr mit entblösstem Haupte. (3r Bd. S. 354.) 
Unten Links „ D: Clmdowiecki im): 15- fecit 1796 " 
Stich-Höhe ü", Breite 3"  
In den A etzdrü cken ist z. B. das Pferd mit Gustav Adolph und die Mauer hinter 
dem Bauinstamme beinahe ganz weiss und die in dem unteren Einfalle unten nach Links 
laufende Frau nur in Umrissen eingegeben; in zweiten A etz drü cken ist der Einfall 
mehr ausgeführt. 
Ein A etz d r uek noch v o r den Einfällen belindct sich in der I-IertePschen Snmmlungu
        

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