Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1476523
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1793- 
führt unter einem We weiser mit vier Armen wovon der eine die 
9  a 
Inschrift , , Zur Tugend ' ' tragt. Menschen allerlei Standes , Alters 
und Geschlechts wandeln an ihm vorüber und nach dem Links im 
Hintergrunde beiindhchen antiken Gebäude, auf welchem ein Ele- 
phant , e1ne Victorla und ein Kameel stehen. 
Unten Rechts „D: Chorlowiecki del: .9 fculp 1792 M  
In den Aetzd rücken sind z. B. die lichten Ränder der Wolken, die vorderste Seite des 
antiken Gebäudes und die drei Figuren auf demselben weiss, sowie die ganze Platt e, 
wie bei den vollendeten Drucken, nur 3"9"'breit ist. 
I. 191i t Einfällen : 
a) Mit mehrere n Einfitllen: Un tc n : Links läuft eine alte bucklige Frau, 
die sich cum Ifrzllc aufdfc [Vase setzt nach lfecltts; (lmzelwczz sitzt nach Ifcclllx eine 
[dran mzfhcc, und wäscht ihre FÜSSB in einer vvr ihr stehenden Wanne, und Liulrs 
steht ein kleines esscnrles Kind nach Rechts; in der lllitte eine Gruppe von zehn 
 nach Rechts, vor welcher ein Ilzmd steht; Rechts steht ein bcleihlcr 
Ilcrr mit unlergeslelzznrten Armen, m Fraclr und Pcrrilcke, nach Ifechlx gewendet, 
dann ein nach Lmhs galappirezzcler Reiter, und zuletzt Rechts etwas Gebüsch. 
l) Dze untere rechte Ecke der Platte ist noch spitz. 
2) DIZSB mzte-re rechte Ecke 1st abyeruntlet. 
b) Mit c in em Einfallu: Un t c n in der Mitte: ein unlwdnclrler miizznlichez- Kopf 
mit gcloulrlcvn llaare, Prnßl nach Ifcclrts. 
ll. Oh n e Einfälle. 
Verfälschte Abdrücke: 
1) Von I. a. 1) Rechts: ein beleibter Mann in Reitstiefeln, mit einem Käppchcn bedeckt, nach 
Rechts stehend. 
2) Links: eine Dame in Schleppkleid, von hinten gesehen. 
3) Wie vorstehende 2), und Oben: ein männlicher Kopf, Profil nach Rechts , und 
daneben ein Mönchskopf, Profil nach Links. 
2) Von l. b. l) Unten Rechts: ein männlicher Kopf, Profil nach Rechts. 
2) Links: eine nach Links gehende Frau mit einem Handkorbe. 
3) Unten Links: eine weidende Ziege, nach Links gewendet. 
I3) Von 11.: l) Auf grün-, 2) auf braun  , 3) auf rüthliclugefdrhtes Papier. 
2) Die bereits unter I. a. 3) aufgeführten im oberen Rande befindlichen zwei Köpfe. 
3) Unten: ein altdeutscher nach Rechts galoppirendcr Krieger. 
4) Unten: ein Bauernhaus auf einem Hügel mit Gebüsch umgehen. 
ö) Unten Links: das Gesicht, eines Mannes , Profil nach Links; unten Rechts: der 
unbedecktc Kopf eines iiltlichen Mannes und ein zweiter Kopf mit Dreimastcr, 
Prolile nach Rechts. 
n) Die Platte ist durch Aufdrucken einer zweiten von fremder Island gefertigten Platte n") 
Rechts um 6'" breiter, der Eindruck des rechten Original-Plattcnrandcs aber 
durch einen durchgehenden starken Strich verdeckt. 
Von diesen Abdrücken und zwar auf diesem (i  breiten Raume, der nach Rechts 
nun fälschlich grösseren Platte, giebt es folgende drei Verschiedenheiten : 
n) Ob e n auf diesem Raume: eine Frau, Profil nach Rechts, darunter ein Hahn 
nach Links stehend, ein Amor mit Pfeil und Bogen nach Links, eine nach unten 
Rechts fliegende Taube und eine Frau von hinten gesehen. 
I m u n tere n Ran d e des Blattes selbst: ein von hinten gesehener 
Ziegenbock und davor ein Felsstück mit Gebüsch. l m 0 b e re n Ran d e: 
Rechts ein kleines Profil mit Zopf nach Rechts, und Links ein kahlcr Kopf. 
Profil nach Rechts. 
In Thiermanrüs Sammlung befindet sich hiervon ein Abdruck, auf dem sogar 
der durchgehende Strich, der den rechten Plattenranrl verdeckt, xiieht mit abge- 
druckt ist. 
h) Nur mit den zwei Frauen, dem Amor mit Pfeil und Bogen, und im unteren 
Rande der Ziegenbock. 
 c) Rechts oben: der bereits unter a) aufgeführte Hahn nach Links stehend, und 
darunter eine Henne nach Links herunter ickencl. 
P 
22.3) 1m "R u n ft ß I a tte gum illinrgexlßlattc 1338. No. 42. (P3. 166" lässt Ilerr Linck die obigen 
verfälschten Abdrücke unter 3), H) a. b. als Originnle erscheinen, was indessen durch die A etz- 
d r ü c k e. , die sich auf der g c w ö h n lic h c n P l at t e n g r ü s s e befinden, sogleich widerlegt wird, 
abgesehen davon, dass die Eindrücke der rechten Ec-kcil der Originalplattc an der a n gc d ru ck tun 
Platte noch deutlich zu erkennen sind , und die Platte in den ers t c n Ahdrücken unten Rechts 
noch s pitz ist. 
        

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