Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1476147
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1790. 
Die zwei Blätter beziehen sich auf keine bestimmte Stelle im Buche, 
sondern nur im Allgemeinen auf die Gegenstände der Erfahrungen.  
Unten Rechts „ D: Chodowiezrki (leg; d-fc 172,10" 
Platten-Höhe 2"  Breite 2"  
A. Der Künstler hat diese Darstellungen z w einia l , je auf einer 
_Platte gestochen. In der ersten sind die Figuren in Zimmern und 
in Medaillons, 2' 2'" im Durchmesser, in der Mitte durch einen 
Strich getrennt und die Kopfseiten gegen einander. 
Diese Platte missglückte aber iin Aetzen und wurde vom Künst- 
ler verwerten, die Platte abgeschliflen und neu gestochen. Indessen 
wurden hiervon , jedoch o h n e NVissen des Künstlers , einige 
A e tz d r ü c k e gemacht.  
Unter beiden Darstellungen unten Links 
 )  H m „ D: Chodnlzvieelui inn: ijlfeilljiß 1790 " 
und die ganze 1 latte ist Vi 9 hoch und 2 ö breit. 
B. Von dieser neu gestochenen Platte sind die Prob e drii ek e der 
beiden Nrn. U23, '24 ebenfalls auf einer Platte, in der hlitte, wo 
solche später zerschnitten wurde , durch einen Strich getrennt, 
und z. B. auf beiden keine Luft sichtbar. 
l. Beide AÜIiiinIcIvL uzgf der vmzerscluiztfonen aber i-rilleiicletuzz. Platte. 
II. l'on der nun m zwei Tlzezle xerschnzttenc-n Platte.  
Verfiilsclite Abdrücke: 
a) Von der unter Ä. genannten und verirerfcnen Platte 2 
1) Auf N0. G23. : Oben Links : ein kleiner Iiopf, Profil nach Rechts; oben ltcchts: ein Stein- 
bock nach Links; unten Links: ein Glas; unten Rechts : ein liegender Ilirsch nach Links. 
Auf N0. 024.: Oben Links: ein belnubter Zweig; oben Rechts: ein nach Links laufender 
Hirsch; unten Links fein radirt: ein Ocbisenkopf, nach Rechts gewendet. lii Herrn Tliicr- 
mannls Sammlung. 
2) Auf Nn. 623.: Obcn Rechts: die Büste eines Gebarnischten nach Links; unten Links: 
ein Krug und eine Schale. Auf N0. U24: Unten Rechts  eine nach Links fliegende TIIIIDC. 
Ueher jede der beiden Darstellungen gehen vier Striche, die ebenfalls durch eine zweite 
Platte aufgedruckt sind. 
b) Von lL, der zersclinittcnen Platte: 
1) Von N0. 623.: 1) Oben Links: ein kleiner männlicher Kopf niit Mütze, Profil nach Rechts. 
2) M v vier iiiegende Vögel. 
Il) Links von der Luft an : ein leicht radirtei- Baum. 
4) Oben Rechts: ein weibliches Proiil mit lßiütze, Profil nach Links. 
2) M M 62-1. : 1) Oben Rechts: ein weiblicher alter Kopf niit Haube, Profil nach Rechts. 
2) Oben Links: ein altes männliches Profil nach Links mit brcitkräin- 
pigcm Hute. 
Copie oder Imitation: 
Es giebt von N0. G23. eine ähnliche, etivas grössere Darstellung, welche fälschlich den 
Namen unsers Künstlers trägt, auf welcher die Alte Rechts an einem grossen Schmelzofeii 
 sitzt und mit einem Blasebalg das Feuer anbläst. 
202) In einem Briefe des Künstlers vom G. Juni 1793 an Graif in Dresden giebt derselbe folgende 
interessante Notiz über diese Platte: "Sa ifß 31mm M!) (Qltltgmlltlt bei? [eltencn lllättttjtlt (fÜie bmi 
"Säuger ei-hiitien feilen neridiiebenei! ionirblcr "Ilri mie tiefe Blätter iii blC JÖMWC bfr "Bergcridien {Familie 
"gtlfllllllntil liiib gefdiricbcn habe, fix min; id) noch etiiiaiä binqiifcßcn mvburd) {im mit!) Zfrlyilten iiiib 
"mit aud) uerfdiciien filltlltli. Ao.17!_l0 uii ällloiiiiil) Jaiiuary magtite id) Sind) {Ülglitivitli iiui einer 23mm 
"Sllßllfßß Grfatiriiiigcn iii riiiibcn (Eiiifniiingen, bicfeißlaite iiiiiaiung mir im ätiicibemciffer, {v bei; id) 
"nicht einmal iljrviierriiife "DGDDK malte machen Ifißfli , fuiiacrinfie 511 bein Riitjterbriirfcr Qicrgcr (im 
"lllit" immer meine illiattcii fdilngeny bohren llllb iicriiigcn ließ) Iniitrug unb iI)n bati), "ein? er üc in: 
"gieid; Qlilfmlflftll iiiilircii iiiip 336111115911 (einen fiilte, imiiiit irh im Ben aiibeni Sag micber Befvinnicn 
"imb von nein-m anfangen fbiite, er fcinbte und: beii Qinbrenjüig eine fiiidie ßmm miyi-quf m, sie 
"Qilgmtttli N0. 623 imb G24 machten äliadibeij ßrfubv K?) MB bßfelleictieii Qllibriicfe mit niiiben (Siii: 
"faffungen befinnit murbeii im man nur aiicr feine ßcigeiijiiiitc licfiiiiiiiiert id) mid) bariiin iiidit lLlCifCf, 
"ii-gt aber (iaß iii) fie bei) bcm (Scheunen äliiitt) wen Qeiiielb uneben, mfg am; iimfnnft mäi-c fie bei) 
"iiergcrn i-Clllfigll fiirrei-n {o malte idi Gic mpm livlligr Ürßllnb lliilmiibaiv, im Gi; Und) mit beni ih-iiber 
"N6 Rnpferbru n'a GcIti-iicr liiätter wegen iii iirieimcrlifcl ftelmi , ifpm in bitten, bciii ci- filmen tiefe 
"llllftllilkjß Qilirriicfe von ähnlichen ßiqi-ftcltiiiigcn wie N0. 623 u. 2-4 ciitbalieiib 
„m it r u ii b c ii (S in fa ffu n g c ii iivei; iiicibi ffhirfen Illvdlfß, imb ciii Grcintiliir iiiiirbc iii) Cäic ulß: 
"immi äBittcn mir giifmnincii 51x lcifieii, mcldieä Cäie ihm alle?! Hilf)! miifirn miffcii Iaüen foiift friciicn fie 
"fciiicä. Tic illlltllilgtll iiiill ich Slyiieii gern [vegiibleii bi-iiii im fie pudi 3ii mcincr äcuiiiiiluiig gebären 
"in müdm ich fic und) gern iiciigcii um: auf meine ßcrlrlmiicgciibcit füniicii G-Eic iidiei: rediiieii.
        

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