Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1475745
563. 
Blanquet zu den Patenten der Königlichen 
Academie der Künste zu Berlin. 
Stich-Breite 13", Höhe 10"  
Ein quer-Folio-Blatt, Wozu der Künstler eine 7'" breite gravirte 
Einfassung gestochen hat. Oben in der Mitte desselben schwebt 
von Sonnenstrahlen umgeben , der Preussische Adler mit seinen 
Insignien , den Kopf nach Rechts gewendet. Unten in der Mitte 
der Einfassung steht auf einem Postamente eine antike Büste, um 
welche vier nackte Knaben auf Wolken liegend, sitzend oder kniend 
sich mit den zeichnenden Künsten beschäftigen. 
Unten Links nach der Mitte  Uhodawieeki  
Auf dem inn ern Raume befindet sich die nachfolgende Inschrift auf 15 Zeilen: 
„ Da die 
KÖNIGLICHE PREUSSISCHE ACADEMIE DER KÜNSTE UND MECHANISCHEN 
WISSENSCHAFTEN den Zweck hat, richtige Kenntnifse der Kunst in den König- 
lichen Stuten zu verbreiten und Künftler zu bilden, deren Werke der N atinn Ehre 
machen; so liegt ihr ob, solche llliinner zu ihren Jlfitgliedern zu wählen, von 
deren Kunslffähzlqheiten und Kenntnifsen sich die Erfüllung dieses Zwecks am 
jichersten erwarten lüfst, und durch deren Einsicht die Academie ihrer Vollkom- 
menheit immer näher gebracht werden könne. 
In dieser Rücksicht hat sie 
den sie mit diesen Talenten hinlänglich versehen gefunden um Ihn zu ihrem 
Jlitgliede azgfzzmehmen, in ihrer heutigen Cenferenz 
dazu erwählet und bestäiiget; wodurch Derselbe aller Freyhieiten und Privilegien, 
welche der Aeudenzie von ihrem Allerdzirchlauchtiqsten Stifter den "Züfllfärz 1699, 
und den älfAizgnst 1707. verliehen werden, theilhaftiq wird. Er verbindet sich 
dayegen auch die Academie mit seinen Kzlnqfähiqkeiten und Kenntnifsen in allen 
Fällen, so wie es eines jeden Jllizjqliedes erste Pflicht ist, zu unterstützen. Zu 
mehrerer Bekräfligzzng hat die Academie Demselben dieses Patent mit ihrem 
grqfsen Siegel ausgefertiget. 
Berlin den 
KÖNIGL. PREUSS. ACADEMIE DER KÜNSTE UND MECHANISCHEN WISSEN- 
SCHAFTEN." 
In den Aetzdrücken sind z. B. die Wolken um die Büste nur mit. wenigen Strichen 
angegeben; in den Probe drücken erscheinen die Schatten aller Figuren lichter; in 
späteren Drucken sind solche überarbeitet. 
I. V o r dieser Inschrift. " 
ll. M i t dieser Inschrift. 
Verfälschte Abdrücke von 1.: 
i) In der Mitte: Eine grosse Landschaft, worin Rechts stark helaubtes Gebüsch und Bäume, davor 
ein Mädchen, welches eine Kuh melkt; Links etwas Gebüsch und im Mittelgrunde 
eine Fernsicht über Wasser, im Hintergrunde Hügel. 
2) II H H Rechts steht auf Steinen eine Säule, auf welcher eine bedachte Nische, in welcher 
der gekreuzigte Christus. Am Fusse der Säule kniet ein von seinem nach hinten 
stehenden Pferde-abgestiegener Reiter und betet. Links geht ein Weg, daneben 
Steine und Gesträuch. 
3) u u 1. Eine Waldparthie. in welcher in der Mitte auf einem Wege ein Esel geht, worauf 
eine Frau nach Links reitet und ein Mann Rechts daneben hergeht.
        

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