Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472424
XXVI 
Einleitung. 
oder nauscorrigirt" und wie sonst derselbe seine Abdrücke 
selbst noch bezeichnet haben mag, welche als Unica. angesehen 
werden müssen , und sich nur einzeln und zerstreut in den Samm- 
lungen befinden. Auf solche vom Künstler bezeichnete Abdrücke 
trifft man vorzüglich in den ersten hundert Nummern, wogegen 
seine cigenhändigen Bezeichnungen bei den späteren Aetzdrücken 
sehr selten vorkommen. Ich möchte daher diese allerersten Abdrücke 
von einer Platte, die der Künstler mehr für sich selbst als Druck- 
proben machen liess, als die allerseltensten bezeichnen. 
In zweiter Reihe würden die Nummern 1, 2, 3, 4, 11, 16, 20, 
22, 23, 47, 53, 55, 55a., 98, 139, 180 und 950 stehen, von wel- 
chen, wie bereits unter VII. bemerkt, um die Liebhaber zu tauschen 
Copien angefertigt und von denen Proben auf den drei Erlauterungs- 
tafeln gegeben worden sind. Von diesen Nummern kommen zwar 
einige hin und wieder vor, aber von N0. 16, 22, 23, 48 I. und 950, 
wie bei diesen Nummern im Texte bemerkt worden ist, sind nur 
sehr wenige Abdrücke, vielleicht nur 4  6 , gemacht worden, und 
befinden sich deren nur in sehr wenigen Sammlungen. Schon bei 
Lebzeiten des Künstlers waren die ersten Nummern so selten, wie 
dieses auch schon in dem Texte oder in den Noten gesagt ist, dass 
er nicht einmal dieselben den Sammlungen seiner Kinder einreihen 
konnte. In verschiedenen Briefen an Graf]? aus dem Jahre 1793 
schreibt der Künstler, z. 15.: den 24 Januar „dass er besonders von 
„den ersten 9 keine Abdrücke mehr gehabt habe." Den 27 April: 
„Gestern erhielt ich einen Brief dat. den 13. April 1793. aus Mün- 
„chen von einem Herrn Adam Freyherrn von Aretin (damaligem 
Churpfalzbayrischen Ober Landes Regierungs Rathe, später Königl. 
Bayefschen Minister) i) „der auch um seiner Sünden willen zum 
„Sammler meiner Arbeiten geworden ist und dem noch 2. 3. 13. 14. 
„15.l6.18.19. 20. 21. 22. 23. 47. 53. 84. 87. 98 und 99. fehlen, 
„sie bey mir sucht und wovon ich ihm nicht eins schaffen kann." 
 Laut dem „ (Jataloyue raisonnä des estmnpes du cabinet de fcu llIr. (A. B, 
L c Bar. dbstre ti n confciller düitat et miniftre de S. ZVI. le roi de Baviäre a Z1 
diäte de Franqfort par Francois Brulli o t. Tomel premier contenant Nov]. 
allenzande et celle des Pays-Bas. Jllunich 1427." (430 S.) in S". S. 23. N0. 218 
scheint dies Exemplar, welches am 5 Juli 1830 in München versteigert, und fü 
das Königl. Bair. Kupferstichcabinet daselbst angekauft wurde, von dem B0 
sitzer bedeutend vervollständigt worden zu sein.
        

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