Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472388
XXII 
Einleitung. 
sich auf die ausradirt-e Stelle durch eine zweite Platte andere 
Gegenstände eingedruckt befanden. 
Solche verfälschte Abdrücke sind schon öfter den Liebhabern 
als „Unica" oder als „gänzlich unbekannte erste Abdrücke, vor 
dieser oder jener Figur", angeboten worden; ich habe aber bei 
allen dergleichen Nummern nachgewiesen, dass auf den unvoll- 
endeten Platten, in den A e tz- und Probedrücken, alle solche 
ausradirte Figuren bereits vorhanden waren. 
Ad 4) Es giebt Abdrücke von den Nummern 406 und 679, 
die von noch vorhandenen Platten herrühren, auf denen einzelne 
Theile ausgeschliffen sind; wogegen N0. 647 spätere in die Platte 
eingestochene Veränderungen enthält, die ebenfalls nicht von 
unserem Künstler herrühren. Diese drei Platten beiinden sich 
nicht im Besitze der Nachkommen unseres Künstlers. 
Eine andere Manipulation bestand darin einzelne Theile einer 
Platte beim Abdrucken mit Papier zu verdecken, und die nicht 
verdeckten Stellen abzudrucken; N0. 191 scheint besonders hierzu 
auserwählt worden zu sein. Ob dies nun des Erwerbes halber ge- 
schehen ist oder um ein Curiosum zu Tage zu fördern, mag dahin 
gestellt bleiben. Auch will ich nicht behaupten, dass die Zahl der 
zehn von mir aufgeführten Abdrücke einzelner T heile nicht durch 
noch mehrere vervollständigt werden könnte. 
 Ad 5) Solche Blätter, die unter dem Titel „v0m Künstler 
selbst w eis s geh ö h t" den Liebhabern angeboten werden, muss ich 
entschieden als Producte der neuesten Zeit bezeichnen, z. B. die 
Nummern 26, 75 und Andere. Das Papier dieser Abdrücke mit der 
weissen Höhung ist gewöhnlich ein dunkelbraun gefärbtes, wogegen 
einige alte Drucke, aber ohne mit dem Pinsel weiss gehöht zu 
sein, sich auf einem h ellbraunen Papiere befinden, welches heut 
zu Tage gar nicht mehr angefertigt wird. 
Auch hier muss ich noch einmal erwähnen , dass in allen 
Sammlungen die vom Künstler selbst herstammen, von solchen 
Abdrücken, wie deren unter 1, 2, 3 und 4, genannt sind, auch 
nicht ein Exemplar zu finden ist. 
Die verfälschten Abdrücke befinden sich, wenn etwas Weiteres 
nicht angegeben ist, stets auf der letzten Abdrucksgattung.
        

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