Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Daniel Chodowiecki's sämmtliche Kupferstiche
Person:
Engelmann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1471950
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1472371
Einleitung. 
XXI 
linken Plattenrande befindliche Negerkopf im ganzen Profile sich 
zeigt, während derselbe auf anderen Abdrücken in den Stichrand 
hinein gerathen ist. 
Ad 2) Diese hinter einem starken Striche anscheinend von 
einer grösseren Platte gemachten Abdrücke sind durch Aufdrucken 
einer zweiten Platte entstanden, welche den ursprünglichen Ein- 
druck der Original-Platte dadurch verdeckt hat, dass auf diesen 
der vorerwähnte starke Strich aufgedruckt wurde. Der darunter 
liegende Platteneindruck ist theils auf der Rückseite eines solchen 
Abdruckes noch deutlich zu sehen, theils sind die abgerundeten 
Ecken derOriginalplatte durch den aufgedruckten Strich der kleinen 
falschen Platte nicht verdeckt, sondern nur ausgeg-lättet worden, 
und scheint dem Verfälscher besonders die N0. 180 als Anhalt ge- 
dient zu haben, welche der Künstler selbst mit einem solchen Striche 
an der rechten Seite der Platte versehen hat; vielleicht auch N0. 834. 
D3- aberNo. 180 nur in den Aetzdrücken vor der gestochenen 
Umschrift sich auf einer Rechts breiteren Platte befand, übrigens 
nur 3_4 Abdrücke hiervon gemacht worden zu sein scheinen, so 
Sind die Verfälschungen die von dieser N0. gemacht wurden, stets 
nur auf Abdrücken der vollen de ten Platte zu finden. 
Nicht selten werden solche Abdrücke den Liebhabern als Ori- 
ginale angeboten; ich habe daher um dieselben vor diesen Pseudo- 
Originalen zu Warnen auf Tafel III. N0. 180 einen Theil des Ein- 
fülles copiren lassen. Ausser dieser verfälschten N0. 180 sind noch 
die Nummern 49, 597, 697, 754 und 875, welche ebenfalls durch 
angedruckte Platten sich auf anscheinend grösseren Platten be- 
ündenfzu nennen und diese im Buche weiter beschrieben worden. 
Bei Anfertigung dieser Fabrikate scheint der Fälscher ganz besonders 
bemüht gewesen zu sein, "denselben den scheinbar unzweifelhaften 
Stempel der Aechtheit aufzudrücken. 
Ad 3) Blätter, auf denen diese oder jene Figur aus dem Papiere 
ilusradirt ist, sind nicht schwer zu erkennen, denn wenn man solche 
gegen das Licht hält, wird man die ausradirte Stelle leicht entdecken; 
besonders auch bei einigen ersten Nummern des Werkes unseres 
Künstlers, welche auf starkes und festes Papier abgedruckt sind, 
fluf denen die ausradirte Stelle durch feine Kreide verdeckt worden 
lst- Auch sah ich Exemplare von N0. 78 und 884, in welchen
        

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